
Januar 2010
Fred Ludwig
Leider ist der innovative Querdenker und Experimentalmodellbauer viel zu früh verstorben. Damit seine Arbeiten nicht in Vergessenheit geraten, hat das Nurflügelteam Fred Ludwigs Homepage zum Gedenken an ihn erhalten. Zu seinen Ideen gehört die Wiedergeburt eines Flugsauriers der Kreidezeit nach ziemlich genau 70 Millionen Jahren, allerdings als Modell in halber Lebensgröße. Das entspricht einer Spannweite von 4,15 m. Angetrieben wird die lebensechte Nachbildung von einem Ultra 1300/9 mit 1:3,3-Getriebe und Fernwelle, gespeist von 21 NiCd-Zellen 2400 mAh. Ich mag mir gar nicht vorstellen, welchen Leistungssprung ein bürstenloser Außenläufer an LiPos darstellen würde. Wer es ausprobiert, möge es mich bitte wissen lassen, damit ich darüber berichten kann. Und dann wäre da noch der Nachbau eines Weißstorchs mit 2,75 m Spannweite. Ein ebenso beachtliches Projekt. Genauso wie die Versuche, Schwingenflugmodelle zu bauen, Hochstabilität künstlich zu erzeugen und das Kapitel leichter als Luft. Fred Ludwig war eben ein umtriebiger Tüftler.
Nurflügelteam
Der Kampf, den Nurflügeln das Abstürzen abzugewöhnen, ist schon lange gewonnen. Mit dem richtigen Know-how brennt da heutzutage nichts mehr an. Man muss halt nur wissen, wie es geht, und da hilft im Zweifel die eingeschworene Nurflügelgemeinde weiter. Eine Kernzelle dieser Gemeinde ist das Nurflügelteam, auf dessen Webseiten regelmäßig Berichte über das jährliche Nurflügeltreffen zu finden sind. Wer also nicht glaubt, dass Nurflügel nur fliegen, sollte sich auf einem dieser Treffen davon überzeugen. Die Webseite des Nurflügelteams bietet aber noch mehr. Da wäre allerlei zur Theorie, Bautipps zu den Themen Styropor schneiden, Profile straken, GfK-Formenbau oder CNC-Fräsen, Berichte über verschiedene Nurflügel und natürlich Links zu artverwandten Seiten.
Hydrogenius
Die Probleme, mit denen die bemannte Luftfahrt zu kämpfen hat, sind bekannt. Die Forderungen lauten, Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit müssen vereinbart werden, um in Zukunft Bestand zu haben. Dieses erfordert neue Technologien und Konzepte. Eine Möglichkeit ist die Realisierung eines Flugzeugs mit integriertem Brennstoffzellen-Antriebssystem, bestehend aus einer Luft-Wasserstoff-Brennstoffzelle und einem Elektromotor als Antrieb, welcher sich im Seitenleitwerk befindet. Mitarbeiter der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik der Universität Stuttgart haben diese Herausforderung angenommen und eine neues Flugzeug einschließlich Antrieb, den »Hydrogenius«, konzipiert und konstruiert. Der Bau des »Hydrogenius« wird in naher Zukunft abgeschlossen sein. Wer also auf der Suche nach einem Flugzeug ist, das als Flugmodell noch nicht allzu verbreitet ist, für den kommt der »Hydrogenius« sicher in die engere Wahl. Übrigens handelt es sich um die gleiche Fakultät, die seinerzeit das Solarflugzeug »Icaré« entwickelt und gebaut hat.
Anregungen, aber vor allem eigene Funde interessanter Links für Bytes & Balsa (möglichst zusammen mit einer kurzen Beschreibung) sind herzlich willkommen und können entweder
per E-Mail an BytesBalsa[at]gmx.de,
per Post an die
Redaktion Modell
Klosterring 1
78050 Villingen-Schwenningen
oder unter der Fax-Nr. 07721/8987-50 eingeschickt werden.
