
Februar 2010
Davos
Was haben Folienscharniere und der schweizerische Ort Davos gemeinsam? Genau! In Davos kann man nicht nur herrlich Ski fahren, sondern auch modellfliegen, wobei die Modellpiloten im Vorteil sind. Sie sind nämlich nicht auf Schnee angewiesen und können ihrem Hobby also quasi zu jeder Jahreszeit bei-nahe überall nachgehen. In Davos begibt man sich zur Winterzeit übrigens auf den zugefrorenen See. Diesen Flugplatz und weitere herrliche Fluggebiete kann man auf der Homepage der dort ansässigen Modellfluggruppe Davos bestaunen. Dort findet man übrigens auch den Bautipp zu einem Folienscharnier, das in Form bleibt.
EWD und Davos
Bei den Bautipps der MFG Davos fand ich dann noch eine down-loadbare Exceltabelle, die so praktisch und nützlich ist, dass ich ihr einen eigenen Absatz widme. Wer kennt sie nicht, die immer wiederkehrenden Fragen: Wie groß ist die Einstellwinkeldifferenz? Wie finde ich es heraus? Wie viel Millimeter müssen unterlegt werden, um die EWD beispielsweise um 0,5° zu erhöhen und wo? Wer das Davoser Rechenblatt zur EWD-Berechnung einmal eingesetzt hat, wird es nicht mehr missen wollen! Und für alle diejenigen, die noch keinen Computer in der Werkstatt oder für unterwegs haben, gibt es als Ergänzung die EWD-Tabelle zum Ausdrucken und Mitnehmen.
Schwerpunkt
Noch so ein Problem, nämlich die Frage, wie viel Blei muss eigentlich in die Rumpfnase, damit der angegebene Schwerpunkt passt, ohne dass man ewig rumprobieren muss. Sie kennen das ja! Blei rein, Modell auf die Schwerpunktwaage das war zu wenig. Modell runter von der Waage, nebenbei kurz noch in einer leichten Drehung die Kleberflaschen mit der Tragflächenspitze vom Baubrett randalieren, dann mehr Blei rein und wieder auf die Waage. Jetzt war es zu viel. Das Modell runter von der Waage und so weiter und so fort. Das geht ab sofort einfacher, nämlich mit einer handelsüblichen Waage und dem Rechenblatt zur Vorhersage des Trimmbleibedarfs , das man, sie ahnen es schon, bei der Modellfluggruppe Davos findet. Ganz nebenbei beantwortet dieses nützliche Tool auch noch die Frage, wie viel Blei man benötigt, um den Schwerpunkt z. B. 2 mm nach vorne zu bringen.
LAENGS
Nachdem wir nun wissen, wie man relativ einfach bestimmen kann, wo der Schwerpunkt unseres aktuellen Modells tatsächlich gerade liegt, fehlt nur noch die Kenntnis darüber, wo er liegen sollte, damit das Ding auch anständig fliegt. An dieser Stelle müssen wir die einfache Hebelmechanik verlassen und die altbewährten Bauernregeln für die Schwerpunktlage anwenden oder eben besser doch nicht. Oft funktionieren diese allgemei-nen Regeln, aber fast niemals richtig gut und gelegentlich auch gar nicht. Da verlassen wir uns also besser auf jemanden, der davon etwas versteht, also von der Aerodynamik. Jörg Russow, seines Zeichens Modell-Autor, hat eine Programmserie namens LAENGS zur Berechnung der Schwerpunktlagegeschrieben, die kostenlos auf den Seiten des Neckar-Verlags zum Download bereitsteht.
Anregungen, aber vor allem eigene Funde interessanter Links für Bytes & Balsa (möglichst zusammen mit einer kurzen Beschreibung) sind herzlich willkommen und können entweder
per E-Mail an BytesBalsa[at]gmx.de,
per Post an die
Redaktion Modell
Klosterring 1
78050 Villingen-Schwenningen
oder unter der Fax-Nr. 07721/8987-50 eingeschickt werden.
