
April 2010
Vogelmodelle
Auf meiner Pirsch durch die Weiten des Internets bin ich auf die Seite von Walter Beck gestoßen. Er beschäftigt sich unter anderem mit dem Bau von Vogelmodellen und
hat zahlreiche Bilder von der Geburt seiner ferngesteuerten Vögel ins Netz gestellt. Lassen Sie sich inspirieren
von einem Schwan mit 2,1 m Spannweite, dem kleinen Vogel mit 1,7 m Spannweite, seinem großen Bruder, der
bei 5 m Spannweite 14 kg auf die Waage bringt und eine Flügelfläche von über 5 m2 hat oder dem neuesten
Projekt, dem Nachbau des Flugsauriers Peranodon mit 3,5 m.
Elektronik
Leider hat die Veröffentlichung von Beiträgen, die Selbstbau-Elektroniken zum Thema haben,
stark nachgelassen. Aber es gibt immer noch Modellbauer, die auch gerne mal zwischendurch eine Schaltung
zusammenlöten. Auf der 0815er-Elektronikseite, ich hoffe, der
Name ist nicht Programm, habe ich einige interessante Schaltungen zum Nachbau inklusive Stückliste, Anleitung
und Platinenlayout entdeckt. Es handelt sich dabei um so unterschiedliche Dinge wie ein kabelloses Lehrer-
Schüler-System für die mc-22, verschiedene Schaltungen zur Überwachung der Empfängerstromversorgung,
einen Frequenzscanner, einen LiPo-Balancer oder eine Schrittmotorsteuerung für eine CNC-Styroporschneidemaschine.
Codename Showfly
In vier Stunden zur ersten frei fliegenden Rakete? Wie das geht, zeigt der 1. Modellbau und
Raketenclub Hanau. Dort findet man die Bauanleitung für oben genannte
Freiflugrakete, die tatsächlich »LiLi V1.2« heißt. Das Modell wird komplett aus Balsaholz erstellt, mit handelsüblichen
Raketentreibsätzen betrieben und erreicht eine Höhe von bis zu 280 m. Aber es gibt noch einiges mehr
zum Thema Raketen zu entdecken, wie Beiträge zu den Grundlagen der Raketenfliegerei, dem grundsätzlichen
Aufbau einer Modellrakete, dem Verlauf des Flugs oder Tipps zum Bau und Flug. Hilfsprogramme, Informationen
zu den Raketenmotoren, News und ein Chat sowie natürlich weitere Baupläne runden die Seite ab.
Akku aus Algen
Zugegeben, der Aufmacher ist etwas übertrieben, aber Algen spielen tatsächlich bei diesem
neuen, dünnen und biegsamen Akkumulator eine wichtige Rolle. Materialwissenschaftler der Universität Uppsala
in Schweden haben nämlich aus Zellulosefasern einer Alge ein spezielles Papier hergestellt, das mit einer
50 Nanometer dicken Schicht eines Polymers überzogen wird. Aus zwei dieser Elektroden, einer Membran und
zwei Platinfolien als Stromableitern wird daraus eine etwa zwei Millimeter dicke galvanische Zelle hergestellt.
Die Kapazität dieses Papier-Akkus liegt zwischen
38 und 50 mAh/g. Zum Vergleich, ein Lithium-Ionen-Akku erreicht etwa 140 mAh/g, dafür lässt sich der Akku
neuen Typs aber in gut elf Sekunden aufladen. Erste Bilder
dieses auf Papier basierenden Akkus findet man in der Kurzfassung der Originalveröffentlichung.
Anregungen, aber vor allem eigene Funde interessanter Links für Bytes & Balsa (möglichst zusammen mit einer kurzen Beschreibung) sind herzlich willkommen und können entweder
per E-Mail an BytesBalsa[at]gmx.de,
per Post an die
Redaktion Modell
Klosterring 1
78050 Villingen-Schwenningen
oder unter der Fax-Nr. 07721/8987-50 eingeschickt werden.
