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GARTENBAHNEN
Große Modelleisenbahnen mit Personenbeförderung
GARTENBAHNEN 04/2025 – Werkstattwagen, digitale Steuerung & US-Güterwagen für Modellbahnfans Die Ausgabe GARTENBAHNEN 04/2025 verbindet Technik, Inspiration und internationales Flair. Vom Eisenbahn-Werkstattwagen über digitale Fahrdienstleiter bis hin zu Picklecars aus den USA – diese Ausgabe bietet neue Impulse für jede Gartenbahnanlage. Highlights der Ausgabe Porträt & Fahrzeugmodelle: Eisenbahn-Werkstattwagen Franz Dossenbach zeigt ein vielseitiges Einsatzfahrzeug für die Bahn. Die Lok 300: Aus Muli wird Molly Norbert Steinemer beschreibt die Transformation einer Lokomotive. Feldbahnlok Jung ZL 105 Dr. Wolfgang Baierl stellt ein interessantes Vorbild aus der Feldbahnwelt vor. Stockcars, Picklecars und Billboard Reefers Bernd Schmidt präsentiert ungewöhnliche US-Güterwagen mit Modellpotenzial. Technik & Praxis: Anthrazit – Keine „gewöhnliche“ Kohle Ein Beitrag von Siegfried Baum (†) über die Besonderheiten des Brennstoffs. Ein digitaler Fahrdienstleiter Joachim Uhlig erklärt den Einsatz moderner Steuerungstechnik im Modell. Es muss nicht immer Neubau sein! Andreas Hauschild zeigt kreative Umbau- und Wiederverwendungs-Ideen. Mini-Tram auf dem Übungsgelände Udo Mannek liefert neue Anregungen für städtische Gartenbahn-Themen.
Als ich noch werktätig war, konnte ich immer für ein wenig Geld in die Kaffeekasse Restmaterial nach Hause nehmen. Da ich schon 17 Jahre pensioniert bin, geht mir das Material aus und den Nachschub gibt es nicht mehr. Aus dem noch vorhandenen Material etwas Ansehnliches herzustellen, wird immer schwieriger. Den Modellwagen habe ich nach einem ähnlichen Foto im Internet aufgezeichnet und hergestellt.
Im Heft 01/2025 der GARTENBAHNEN habe ich über den Bau einer Spur-5-Bauzuglok (MULI) berichtet. Als ich die Lok Mitte 2021 gerade fertiggestellt hatte, besuchte mich ein Dampfenthusiast auf der Suche nach einem Modellbauer, der ihm eine Echtdampflok für 300 mm Spurbreite baut. Er betreibt mit Freunden seit Jahren zur Freude von kleinen und großen Kindern in Berlin- Rudow eine mobile Gleisanlage mit dieser Spurbreite und zwei Akku-Loks. Ich habe ihm zunächst meinen reichhaltigen Fuhrpark in Spur 5+7 (www.Dampffreunde-Berlin-Brandenburg.de) gezeigt und – hochgerechnet von meiner Lok „Falkensee“ mit 350 kg – versucht, ihm das Projekt als unsinnig auszureden. Dazu erstellte ich einen ersten Entwurf einer „stark reduzierten“ 2-achsigen Bauzuglok auf Basis eines verfügbaren 8 ˝-Kessels. Mit rund 1.300 mm Länge, 500 mm Breite und 220 kg Masse doch recht unhandlich für eine Mobil-Lok. Dann kam die Idee, auf Basis der Lok MULI mit einem höher gelegten, aber baugleichen 6 ˝-Kessel, größeren Dampfzylindern und vergrößertem Aufbau eine Lok zu entwerfen und zu kalkulieren. Das Ergebnis – Arbeitstitel „LOK 300“ – schien erstaunlich realisierbar, knapp 1 m lang und 100 kg Masse.
Wer sich in der „Liga Dampflok“ tummelt, ob groß, mittel oder klein, weiß um die Bedeutung guter Kohle, wozu unstrittig die Anthrazit-Kohle zählt. Je nach Fördergebiet erreicht ihr Heizwert um die 8000 Kcal. Erst in GB-Ausgabe 1/2017 habe ich mich ausführlich mit diesem unserem Brennstoff und seinen Eigenheiten auseinander gesetzt. Warum also schon wieder - Kohle?
Wer an Gartenbahnen denkt, hat zumeist dampfende Loks und gemächlich zuckelnde Züge vor Augen. Doch auch abseits der klassischen Bahnromantik finden sich faszinierende Miniaturverkehrsmittel: Straßenbahnen im Kleinformat, die bei Jugendverkehrsschulen und in Parks ihre Runden drehen bzw. drehten. Diese oft im Maßstab 1:2 oder kleiner gehaltenen Bahnen sind weit mehr als eine bloße „Spielbahn“. Sie dienen bei erstgenannten einem ernsten Zweck, der Verkehrserziehung von Kindern. Auf eigens angelegten Strecken mit Haltestellen, Weichen und manchmal sogar kleinen Depots lernen die jungen Fahrgäste spielerisch die Regeln des Straßenbahnverkehrs kennen. Bekannte Beispiele solcher Anlagen finden sich etwa in Mannheim und in Frankfurt am Main, wo eine Miniatur des Frankfurter Typs K im Jugendverkehrsgarten verkehrt.
Auf klassischen Modelleisenbahnen – gleich welche Spurweite – hat die Digitalisierung schon lange Einzug gehalten und es ist ein automatischer Betrieb schon fast Standard. Für unsere personentragende Gartenbahn in Spurweite 5 oder 7¼ Zoll ist das kein Thema, denn genau das Gefühl des aktiven Lokführers mit oder ohne Dampf macht den Reiz aus. Und trotzdem: Bei großen und öffentlichen Anlagen, auf denen gleichzeitig mehrere Züge unterwegs sind, gibt es das Problem der Sicherheit. Nicht nur dass die Weichenstraßen immer korrekt gestellt sein sollten, nein, noch wichtiger ist das Beachten der Signale und ein Blockbetrieb. Den Lokführer wird niemand von der Pflicht der Streckenbeobachtung und der Reaktion auf Signale entbinden. Aber die Einstellung des Fahrweges unter Beachtung der Verhältnisse auf der Strecke kann schon anspruchsvoll werden. Extrem anspruchsvoll, aber interessant wird dann der Gegenzugbetrieb auf eingleisiger Strecke, vielleicht in schlecht einsehbarem Gelände?
Bei den Bahnen in den USA gab es einige Güterwagentypen, die so in Europa nicht existierten. Drei sollen hier vorgestellt werden. Da sind zunächst die in großen Zahlen gebauten Stockcars zum Großviehtransport zu nennen. Der Transport von Rindern und Schafen aus den Prärien des Mittleren Westens zu den weit entfernten Schlachthöfen in den Großstädten an der Ostküste war eine große Herausforderung für die Eisenbahn. Die Bahnen verwendeten zunächst normale Standardboxcars, die aber für tagelange Viehtransporte in langsamen Güterzügen wenig geeignet waren. Große Verluste an Tieren führten zu einer erheblichen Verringerung der „Schlachtmasse“. In diesen rauen Zeiten wurden verendete Tiere oft einfach neben die Gleise geworfen. Allerdings führten
In einer Ecke der Garage schlummerte seit mehreren Jahren eine E-Lok. Die hatte ich seinerzeit zugekauft, damit Sohn Nr. 2 ebenfalls was Eigenes zum Fahren hatte und damit der Familienfrieden gewahrt werden konnte. Mittlerweile ist er „aushäusig“ und kommt bestenfalls noch zu Besuch, sodass er keine eigene Lok mehr braucht. Wie die Zeit vergeht … Nur ein Drehgestell der Lok wurde von einem Bosch-GPA-Motor (750 W!!) mit Knupferschaltung angetrieben. Die Untersetzung war nicht allzu groß, sodass die Lok im 24-V-Betrieb eine echte „Rennsemmel“ war. Bis auf den Führerstand bestand das Gehäuse aus Holz.
Das Feldbahn-Thema ist bekanntermaßen ein weit verbreitetes Motiv bei den Parkbahnern. Viele Privatinitiativen auf eigenem Gartengelände, aber auch ganze Vereine widmen ihre Aktivitäten oft allein diesem Vorbildbereich. Besonderer Reiz dabei: Die Vorbildgeräte sind bei vorhandenen Museumsbahnen für Nachbaustudien gut greifbar und bei entsprechenden Kontakten ist auch ein Führen der Originalfahrzeuge als Schnupperpraktikum durchaus möglich. Genau Letzteres hat mich, obwohl eigentlich sonst nicht gerade sonderlich begeistert von dieser reduzierten, einfachen Form der Schienenverkehrstechnik, infiziert! Der örtliche Modelleisenbahnverein (MEV Deggenorf) meiner Heimatstadt am Tor zum Bayerischen Wald verfügt ja auch über eine Feldbahnsparte, und dort haben wir unter anderem auch eine JUNG EL 105 für 600-mm-Gleis im Sortiment.
Die Ausgabe GARTENBAHNEN 03/2025 verbindet historische Lokomotiven, technische Detailanalysen und persönliche Reiseberichte für Dampflok-Enthusiasten. Ob Draisinenfahrt oder Profilpresse – diese Ausgabe bietet Modellbahnpraxis und Hintergrundwissen. Highlights der Ausgabe Porträt & Geschichte: Die Freiburger Postlok Dr. Wolfgang Baierl stellt eine besondere Lokomotive vor. USA in 14 Tagen für Dampflokfans – Teil 4 Abschluss der Reise-Serie von Bernd und Kilian Schmidt. Strade Ferrate San Sebastiano Guido Mattoli nimmt uns mit in eine italienische Bahnwelt. Werkbahn der Firma Georg Fischer +GF+ Franz Dossenbach mit einem Industrieporträt. Praxis & Technik: Die unendliche Geschichte der Loklaterne an der Modell-Lok „Tazzelwurm“ Wolfgang Wiegand berichtet über Herausforderungen im Modellmaßstab 184 mm. Die BR 98 „Kreuzspinne“ – System Meyer Lokomotivtechnik erklärt von Louis Patrick Ernst. Nachverdampfung – Fluch und Segen Beitrag von Siegfried Baum (†) zu einem komplexen Dampfthema. Werkstatt-Tipp: Abkant- und Profilpresse Teofil Holka liefert eine praktische Bauanleitung für die Werkstatt. Szene & Erlebnis: Das Draisinen-Erlebnis auf der Westerwälder Querbahn Udo Mannek über Fahrspaß abseits des klassischen Schienenverkehrs.
Mit der Freiburger Postlok sind wir wieder einmal beim historischen Grundtypus der zweiachsigen dieselbetriebenen Kleinlok gelandet, der sich bei Modellbahn-Fans aller Baugrößen auch heute noch ungebrochener Beliebtheit erfreut. Rechnet man die Feldbahnmaschinen dazu, liegt dieses Grundmuster mit der Achsfolge B bzw. Bo mit Sicherheit einer großen Mehrheit aller Triebfahrzeuge auf Parkbahngleisen zugrunde. Entwürfe und frühe Prototypen der Vorbilder stammen aus der Reichsbahnzeit ab den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts. In mehreren Serien gingen fast gleichzeitig die Loks der Leistungsgruppe Eins und Zwei in die Produktion: Kö I und Kö II. Das K stand für Kleinlok, das kleine ö für ölmotorgetrieben. Spätere Exemplare der Leistungsgruppe II erhielten noch einen weiteren Buchstaben im Namen dazu: Köf bei Flüssigkeitsgetriebe, Ks bei Akku- („Speicher-“)Antrieb, Kbe bei Benzinmotor mit elektrischer Kraftübertragung. Und sogar ein Muster mit Dampfantrieb fehlte nicht: die Hochdruck-Dampfmotor-Kleinlokomotive von Henschel, geliefert 1934 an die Lübeck-Büchener Eisenbahn. So viel zu den frühen Wurzeln unserer hier gezeigten Vorbildmaschine.
Als Dampfmodellbauer im Bereich Gartenbahn ist man bestrebt, über das Vorbild, welches man für den Nachbau auserkoren hat, auch etwas Hintergrundwissen zu besitzen. Gerade Parkbahnlokomotiven der Spurweite 381 mm – das sind 15 englische Zoll – finden bei Eisenbahninteressierten vielfaches Interesse. Aus meiner Erfahrung allerdings ist es wohl so, dass die regelspurigen Dampfloks mehr Anziehungskraft zu besitzen scheinen. Parkbahnen werden zwar bewundert, jedoch als nicht ganz „ebenbürtig“ betrachtet.
Immer wenn ich enge Abkantungen oder kleine Profile für meine Dampfmodelle herstellte, musste ich bisher zeitaufwendig Schienen und Hilfsmittel anfertigen. Mir kam die Idee, eine Abkantpresse zu bauen. Natürlich kam ich erst nach vielen Experimenten auf ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Arbeitsweise dieser Presse ist mechanisch. Bewegt man den Hebel, so werden durch die Drehungen der Welle die zwei Exzenterscheiben nach unten bewegt. Sie drücken auf die zwei Rollen, die am Abkantschwert befestigt sind. Das Schwert wird nach unten bewegt und drückt am Ende in die Matrize, das Werkstück wird geformt. Bewegt man den Hebel nach oben, drücken die Federn das Schwert wieder hoch. Die Arbeitsbreite ist 200 mm. Stahlblech kann bis 0,8 mm gekantet werden. Kupfer, Alu und Messingblech habe ich bisher bis 1 mm bearbeitet.
Auf dem Weg vom südlichsten Zipfel Colorados nach Denver findet man diverse Relikte der früheren Schmalspurherrlichkeit, z. B. gibt es im Black Canyon of the Gunnison auf einem wegen Einstellung der Gunnison-Linie funktionslos gewordenen Eisenbahnviadukt ein kleines Zug-Ensemble mit Lok 278, recht fotogen mit den Felsen im Hintergrund. Eine Überraschung war die Colorado & Southern Nr. 71 in Central City, nebst Combine als Blickfang neben einem der zahlreichen Spielcasinos aufgestellt.
Manche würden es einen „Live Steam Circuit“ nennen, aber diejenigen, die es gebaut haben, und diejenigen, die es häufig besuchen, nennen es gerne eine „Live Steam Railway“, gerade weil es als solches konzipiert und erstellt wurde, und es funktioniert auch so. Tatsächlich verbindet die „Bergbahn“ zwei separate Stationen und eine Zwischenstation, die auf unterschiedlichen Höhen entlang einer atemberaubenden Landschaft liegen. Hügelige Gegend, umgeben von Olivenbäumen, im grünen Herzen Italiens: Umbrien.
Die Firma Georg Fischer AG Eisen- und Stahlwerke hatte die Bereiche Fittingherstellung, Großgussteile und halbautomatische Nebenbahnkupplungen in Schaffhausen (CH). Im Mühlental, das hinter dem Bahnhof Schaffhausen liegt, entstand im Laufe der Zeit eine Stahlgießerei für die Fittingherstellung, eine Tempergießerei und eine Leichtmetallgießerei. Dazu kamen im Ebnat noch eine Graugießerei und diverse Fabrikations- und Lagergebäude. Der interne Transport zwischen den verschiedenen Werkgebäuden und dem Güterbahnhof wurde mit Fuhrwerken ausgeführt. Um diese Aufgabe zu bewältigen, besaß die Firma Georg Fischer 1910 50 Pferde.
In GARTENBAHNEN 04/2023 wurde das bereits weit fortgeschrittene Projekt einer 5˝-Reproduktion dieser originalen B+B beschrieben. Das Vorbild wurde für die hügelige Bergbaustrecke der „Windbergbahn“ in der Nähe von Dresden entworfen.Zur Erinnerung: Das Meyer-System besteht aus zwei Motordrehgestellen, genau wie die heutigen Diesel- oder Elektrofahrzeuge. Die zwei Gruppen von zwei Zylindern sind Kopf an Kopf in der Mitte der Maschine angeordnet.Das Modell ist nun nach einer relativ schnellen Arbeit von vier Jahren fertiggestellt.
In der Ausgabe GARTENBAHNEN Ausgabe 4/2021 konnten wir aus einem authentischen Bericht einer Sonderkommission der DDR-Reichsbahn und mittels der bei der Stiftung Eisenbahn verwahrten Fotos vom Kesselzerknall der 03 1046 im Jahr 1958 eindrucksvoll berichten. Bereits im Stamm-Beitrag zum kaltgewalzten Kesselblech St 47 K (GB-Heft 3/2021) war von einem „geplatzten“ Kessel einer DB-01.10 im Henschel-Werk Kassel die Rede. Das Wort „geplatzt“ steht zu Recht, denn diese Panne passierte bei einer Kaltwasserdruckprobe!
Wir waren zu einem Draisinentag eingeladen, den es in dieser Form nicht zu kaufen gibt. Die Aktiven der „IG Westerwald-Querbahn e. V.“ hatten ein speziell für uns zugeschnittenes Programm zusammengestellt und mir damit persönlich einen Kindheitstraum ermöglicht. Dazu später mehr. Manuel Zimmermann, Eisenbahnbetriebsleiter der IWQ, hatte die Aktiven bei wolkenlosem Himmel und angenehmen Temperaturen zum gemeinsamen Arbeitseinsatz gerufen. Das Freischneiden der Bahnübergänge und Säubern der Spurrillen stand auf dem Tagesprogramm. Am Rande der Tätigkeiten wurden uns alle Draisinen des Vereins vorgestellt und einige Fahrten durchgeführt.
Das Ziel war der Bau einer kostengünstigen 5-Zoll-ELok- Gartenbahn, mit der Zugkraft für vier Personen, die einfach ohne Spezialwerkzeug zu bauen ist. Wer sich an dem Nachbau versuchen möchte, sollte aber schon etwas handwerkliches Geschick besitzen und wissen, wie man ein Gewinde schneidet und einen Kabelschuh auf ein Kabel presst. Sofern nicht anders angegeben, wird Alu verwendet. Alle Maßangaben in mm und alle Positionen der Löcher sind relativ frei wählbar (s. Fotos) und werden mit 3,3 mm vorgebohrt. Die Kunststoffteile (Puffer, Fensterrahmen, Lüftungsgitter, Signalhörner, Scheinwerfer, Luftdruckbehälter) wurden mit einem 3D-Drucker gedruckt.
Bereits in einer frühen Phase nach Erfindung des Dieselmotors unternahmen findige Techniker erste Versuche, die neue, hocheffektive Wärmekraftmaschine auch für Traktionszwecke auf der Schiene einzusetzen. Das erwies sich deutlich schwieriger als erwartet, auch in der damals weltweit führenden Techniknation Deutschland! Der Versuch einer Adaption des neuen Kolbentriebwerks an das klassische Dampflokkonzept, also mit direkter Arbeit auf Treibradkurbeln, scheiterte kläglich, ebenso spätere Prototypen mit hydrostatischen Getrieben. Auch ein Ersatz des Dampflokkessels samt Feuerung durch eine kompressorgespeiste Druckluftanlage erwies sich in einer großen Versuchslok mit der Achsfolge 2´ C 2´ als nicht praxistauglich. Große Fortschritte in der Starkstromtechnik, erste, inzwischen erfolgreiche Versuche mit elektrisch betriebener Traktion und eine geniale Idee des Moskauer Professors Lomonossow waren dann aber der Durchbruch:
Der „Goldene Oktober“ war nur in dicker Jacke zu ertragen. Die Sonne hatte an diesem 12. Oktober zwar gewonnen und den Regen vertrieben, aber es war lausig kalt. Der Wind verstärkte das Empfinden, die Temperaturen wurden kälter gespürt, als sie vom Thermometer angezeigt wurden. So wurden erst einmal die Gartenstühle hervorgeholt und in die Sonne vor den „Peerstall“ (Pferdestall, der es früher auch mal war) gestellt. Zuerst mal einen Kaffee trinken. Die Mädels hatten sogar belegte Brötchen vorbereitet, auch das gibt Energie, um gegen die Kälte zu bestehen … Hier, im Windschatten und in der Sonne, konnte man tatsächlich den „Goldenen Herbst“ spüren. Schön war‘s!
Nach dem großen Erfolg der Premiere im Vorjahr stand es ganz außer Frage, dass das neue Event einer alle Sparten umfassenden Modellbauausstellung ganz im äußersten Südosten der Republik eine Neuauflage erfahren musste. Veranstalter Wolfgang Reiter hat keine Mühe gescheut, den zahlreichen Besuchern nun noch ein deutlich erweitertes Angebot zu präsentieren:
Die Wege, die zur Dampfmodellbahn führen, sind vielfältig, wenn nicht sogar unergründlich. Die einen sind von Anfang an Eisenbahnfan, und das Verschwinden der rauchenden Ungetüme hat sie zum Modell gebracht. Andere haben als Kind mit der elektrischen H0-Eisenbahn angefangen und sind nach und nach zu großen Maßstäben und Dampf übergegangen.
Wer kennt es nicht, man sucht etwas im Internet und lässt sich dann von etwas ganz anderem ablenken, und findet dann auf einmal etwas ganz anderes … In meinem Fall habe ich Ersatzteile für das Auto meines Neffen gesucht, als ich auf ein Bild vom Klv20 stieß. Als mir dann noch ein Bausatz von einem SAMBA-Bus von TAMIYA im Maßstab 1:10 vor die Nase kam, war das Projekt geboren.
Die Bahn im Stadtgarten Im Jahr 1974 entschloss sich Charles Ball, eine Gartenbahn aufzubauen. Bis aber der erste Zug über die Geleise fahren konnte, galt es jede Menge Probleme aus dem Weg zu räumen. Nach vielen Verhandlungen kam ein Stadtrat von Stein am Rhein zu Hilfe. Einige Wochen später galt es, die Behördenmitglieder bei einem Lokaltermin zu überzeugen. Auf der Stadtgartenwiese wurde ein Stück Geleise aufgebaut, eine Lok daraufgestellt und so den versammelten Stadträten das Anliegen vorgestellt. Den Stadträten gefiel die Sache, sie waren mit dem Vorhaben einverstanden. Im Herbst 1974 konnte erstmals für Testfahrten angeheizt werden.
Cumbres & Toltec In nur 2,5 Autostunden von Durango erreicht man Chama, Ausgangspunkt der Cumbres & Toltec Scenic RR. Früher waren die Orte natürlich als Teil des San-Juan- Zweiges der D&RGRR miteinander verbunden. 1879 oder erst Anfang 1880, je nach Quelle, wurde in Antonito, dem jetzigen Endpunkt der Bahn, mit dem Bau des Streckenabschnitts begonnen und am 31. Dezember desselben Jahres nach 93 km Chama (2.396 m hoch gelegen) erreicht.
In der GARTENBAHNEN-Ausgabe 02/2024 berichtete Bernd Leis über die sprichwörtlich aus dem Dornröschenschlaf erwachte Wildparkbahn in Bad Marienberg. Anfang August 2024 folgten wir sehr gerne der Einladung zu einem Draisinen-Wochenende der IWQ im schönen Westerwald. Am Rande dieser Veranstaltung nutzten wir die Gelegenheit, die in unmittelbarer Entfernung zum einladenen Wildbad Hotel in Bad Marienberg gelegene Wildparkbahn zu besuchen. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die angekündigte Bahnerweiterung mittlerweile fertiggestellt ist und der Fahrbetrieb reibungslos funktioniert.
Erinnern Sie sich noch an die Versuche im Physikunterricht? Wo uns die Lehrer durch Reiben mit einem Tuch die statische Aufladung eines Kunststoff-Kamms zeigten? Das Gleiche passiert uns bei Fensterscheiben in Modellgebäuden, wenn wir, aus welchen Gründen auch immer, statt echtem Fensterglas, die Scheiben aus Plexiglas oder Acrylglas zusägen und einpassen. Beide Kunststoffe laden sich durch jede Art von Reibung statisch auf! Heißt, dass wir die Scheiben kaum fuselfrei bekommen können. Ob es die letzten Fuseln des „Sägemehls“ sind, die beim Zuschneiden an den Dingern haften, oder wir „gedankenlos“ die Stücke auf der Werkbank ablegen: Kaum, dass die Scheiben mit „Staub“ in Berührung kommen, können wir sofort wieder mit dem „Fensterputzen“ beginnen.
Bauen, berichten, begeistern – Gartenbahnleidenschaft in allen Spurweiten Auch in dieser Ausgabe bringt GARTENBAHNEN eine bunte Mischung aus Bauanleitungen, Veranstaltungseindrücken, historischen Rückblicken und originellen Werkstattgeschichten. Ideal für alle, die selbst bauen oder sich von der Szene inspirieren lassen möchten! Praxistipps & Bauanleitungen: Einfache Gartenbahn-E-Lok selbst gebaut Thomas Djadjo erklärt Schritt für Schritt, wie man mit überschaubarem Aufwand eine funktionale E-Lok konstruiert. Drehstrom statt Gebus Dr. Wolfgang Baierl beschreibt eine kreative Umrüstung im Modellbetrieb. Werkstatt-Tipp: Plaste oder Glas? Siegfried Baum † gibt praktische Hinweise zur Materialwahl – hilfreich nicht nur für Vitrinenbauer. DIY & Werkstatt: Der chaotische Weg eines „Spänemachers“ Louis Patrick Ernst schildert humorvoll und lehrreich den Alltag an der Werkbank. Veranstaltungen & Berichte: Abdampfen in Neumünster Helmut Harhaus begleitet die Dampfbahnfreunde Neumünster beim Saisonabschluss. Modellbau-Wochenende Burghausen 2024 Dr. Wolfgang Baierl mit einem Rückblick auf ein lebendiges Treffen der Szene. Historie & Porträts: 50 Jahre Steiner Liliputbahn (SLB) in Stein am Rhein Peter Steinemann zeichnet die bewegte Chronik einer beliebten Gartenbahn nach. Klv20-Schienenbulli Erek Opitz stellt ein ungewöhnliches Modell vor, das einst auf den Nebengleisen unterwegs war. Reisebericht für Eisenbahnfans: USA in 14 Tagen – Teil 3 Bernd und Kilian Schmidt nehmen uns mit auf einen Reiseabschnitt voller Dampflok-Highlights. Aktuelles aus der Szene: Wildparkbahn-Update Udo Mannek berichtet über Entwicklungen bei der IG Wildparkbahn Bad Marienberg. Dazu wie immer: Forum – Börse – Termine – Poster – Vorschau – Impressum
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Alles begann, wie so vieles in unserem schönen Hobby, mit einer spontanen Idee. Nach vier Jahren aktiver Dampfgartenbahnzeit war ich es leid, mein Fahren auf „irgendwo auswärts“ oder drei zusammengesteckten Gleisjochen im Hinterhof zu beschränken. Die anschließende Vermessung meines Gartens ergab wider Erwarten, dass bei 13 m Breite doch irgendwie ein 10-m-Kreis hinzubekommen wäre. Ja, nur ein Kreis mit 5 m Radius, mehr gaben und geben Topographie und weitere Nutzungsalternativen des Gartens nicht her. Aber ich nahm mir vor, es damit so zu halten wie mit meiner 3x3 m-Werkstatt:
Beim Nachbau eines Vorbildes wird es selten gelingen, mit maßstäblich verkleinerten Originalmaßen besonders im Bereich der Heusinger-Steuerung ein zufriedenstellend laufendes Modell zu erhalten. Fast immer muss die Steuerung dafür neu entworfen werden. Ein CAD-2D-Zeichenprogramm ist beim Modellbauer die zeitgemäße Art, so eine Aufgabe zu lösen. Dazu bedarf es über diese Steuerungsart gewisser Grundkenntnisse, um Fehler zu vermeiden.
Am 24. Juni 2021 habe ich die Lok endlich angeheizt und konnte mehr als 40 Runden – fast 3,5 km – ohne Wasser nachfassen und bei konstantem Kesseldruck fahren. Der Bau der neuen Dampflok hatte sich zwar durch Lieferverzögerung beim Dampfkessel um ein Jahr verzögert, aber gemessen an der zu erwartenden Lebensdauer einer Lok von einigen Jahrzehnten ist das letztendlich unbedeutend. Und die Verzögerung hatte auch einige positive Effekte: Während der langen Wartezeit habe ich das Triebwerk um eine Umsteuerung erweitert und die Lok hat einen eigenen Bedienwagen in Form und Farbe eines Schlepptenders erhalten. Zum Andampfen im April 2019 war unsere „kleine“ Dampflok, die den Namen „MULI“ erhalten hatte, dann endlich fertig. Beim ersten Anheizen offenbarte sich ein Baufehler im Kobel-Schornstein, die Lok funktionierte einwandfrei, aber machte nicht genug Dampf, also musste sie noch mal in die Werkstatt.
Seit der politischen Wende sind mittlerweile weit über 30 Jahre vergangen. Jahre, in denen das Dampflokwerk Meiningen für jedermann zugänglich wurde, und auch die Zahl der Leser dieser Zeitschrift nicht klein sein dürfte, die im Rahmen besonderer Führungen durch deren Hallen mit den beeindruckenden Maschinen und ihren „Lok-Patienten“ schlendern und schauen konnten. Seit Jahren veranstaltet das Werk Anfang September besondere „Dampftage“, die stets einige tausende Besucher in ihren Bann ziehen würden.
Vom 1. bis 3. November 2024 war es endlich wieder so weit: Das Echtdampfhallentreffen stand vor der Tür. Das Warten hatte ein Ende und ich freute mich schon, da ich dieses Jahr mit eigenen Fahrzeugen dabei war und durch den Feiertag in Rheinland-Pfalz auch meine Tochter dabei sein konnte. Wie immer gab es vorher das übliche Bangen, ob man denn dabei sein darf. Die Freude war umso größer, als ich die Zusage zu dem Treffen erhielt. Wie ich auf dem Treffen von den Organisatoren gehört habe, hatten sich ca. 250 Teilnehmer beworben, von denen nicht alle auf der Anlage Platz gehabt hätten.
Der 2. Teil unserer USA-Reise begann mit einer abendlichen Ankunft auf dem Flughafen in Durango. Dort übernachteten wir im historischen Hotel General Palmer. Dieser hatte seinen Generalstitel im amerikanischen Bürgerkrieg erlangt, seine Verdienste erwarb er sich aber in erster Linie als fähiger Eisenbahningenieur und Initiator von Bahngesellschaften, insbesondere der 1870 gegründeten Denver & Rio Grande RR, in späteren Jahren zur Denver & Rio Grande Western D&RGW fusioniert.
Es gibt Modelle, die vom Original nicht zu unterscheiden sind! Ich stehe davor, die Welt um mich herum vergessen, und mein Gefühl der Begeisterung scheint mich zu überwältigen. Und noch während ich um Worte ringe, um der Begeisterung Ausdruck zu verleihen, tritt in Gedanken immer klarer und deutlicher die Frage hervor, wie viel Zeit, Geduld und Liebe zum Hobby der Erbauer wohl investiert haben muss?!
Inbetriebnahme und Resultat Endlich ist es so weit, meine HGe ist fertig und darf auf unsere Anlage in Einsiedeln zur Abnahmefahrt. Zurückdenkend hat sich all die Mühe und zum Teil auch langweilige Arbeit an Serienteilen doch sehr gelohnt, wenn ich nun die Komplimente von meinen Kollegen höre. Nun bin ich im letzten Kapitel vom Bau der eigenwilligen, für mich sehr schönen Lok angelangt und darf Euch sagen, dass dieses Modell für mich das bisher beste Stück meiner Modell-Laufbahn darstellt.
Modelle, Technik, Reiseberichte – Inspiration für Gartenbahn-Fans Diese Ausgabe vereint Baupraxis, Porträts und Reiseimpressionen – von der Heusinger-Steuerung bis zum Echtdampftreffen. Ideal für alle, die selbst bauen, träumen oder sich weiterbilden möchten. Technik & Modellbau: Heusinger-Steuerung für Modell-Lokomotiven Wolfgang Wiegand erklärt die Konstruktion dieses klassischen Steuerungssystems. FO HGe 4/4 Nr. 33 – Teil 5 Walter Bernet berichtet über den Weiterbau seines präzisen Modells. MULI ist einsatzbereit! Norbert Steinemer über ein gelungenes Praxisprojekt im Gartenbahnbereich. Werkstatt & Praxis: Bau eines funktionsfähigen Kupplungshahns Hanno Kniffka liefert technische Details und Praxistipps. Berichte & Reisen: Echtdampfhallentreffen Friedrichshafen 2024 Dirk Juschkat über das Event im Rahmen der „Faszination Modellbau“. USA in 14 Tagen – Teil 2 Bernd und Kilian Schmidt führen ihre Reise für Dampflokfans fort. Einblicke & Porträts: Hinter die Kulissen geschaut Siegfried Baum † mit persönlichen Einblicken aus der Szene. Gartenbahn-Idylle auf kleinstem Raum Falk Steinborn zeigt eindrucksvoll, wie wenig Platz große Wirkung entfalten kann. Außerdem wie immer dabei: Forum – Börse – Poster – Termine – Vorschau – Impressum
Schuhabsatz-Bremser Fahren wollen die „Gartenbahner“ alle wie die Weltmeister … Doch wer fährt, muss die Fuhre auch wieder zum Halten bringen können. Wie das geht, und über die Länge von Bremswegen, da herrschen noch immer recht unterschiedliche Auffassungen. Als unsere Modelle überwiegend auf 127-mm-Spur fuhren, war ja der angehängte Bedienwagen nur Mittel zum Zweck. Bremsen waren da sowieso nicht wichtig, weil man ja überwiegend mit den Absätzen der Schuhe bremste … Nur wenige Bedienwagen hatten schon damals zumindest einen „Schleifklotz“, welcher zum Bremsen auf die Schienen gepresst werden konnte.
Hier passen die Adjektive ganz besonders: perfekt, akkurat, penibel, detailverliebt … finde ich. Wir besuchten die Spezialmesse, die „Internationalen Spur 0 + 1-Tage“ in Gießen vom 23. bis 24. März 2024. Wie der Name schon sagt, hat man sich bei dieser Messe nur auf einen kleinen Teil des gesamten Modellbauspektrums spezialisiert. Das dafür aber umso intensiver. Für die „neu Zugestiegenen“: Spur 0 entspricht dem Maßstab von 1:45 und die größere Spur 1 dem Maßstab von 1:32. Das ist die „Königsdisziplin“ im Modellbau und der historische Ursprung. Da einst viele nicht den Platz hatten, wurde die Spur 0 halbiert und es entstand „H0“ (Halb- Null) mit 1:87. Später konnte man feinwerktechnisch noch kleiner bauen, und die Spuren TT, N und Z kamen dazu.
Nun also zum großen Tag der Maßstab-1:8-Szene in den südlichen Gefilden unserer Republik. Die Einladungen für den großen Sonderfahrtag am 22. April 2023 waren, wie geplant, getätigt. Neben der Ausschreibung über die Website waren alle Vereine über Verteiler angemailt, einige Erzkonservative über Briefsendung kontaktiert, einige gute Bekannte telefonisch informiert worden. Ein spezieller Arbeits-Samstag im Vorfeld war sehr erfolgreich über die Bühne gegangen:
Im Havelland (Brandenburg) entsteht seit einigen Jahren eine umfangreiche Spur-7-Gartenbahn auf dem Gelände eines alten Schlosses. Der Schlossbesitzer hatte mich gebeten, ihn zu beraten und bei der Realisierung zu unterstützen. Da er einen geübten Schlosser zur Hand hatte, habe ich die Gleise und Weichen nach dem Vorbild meiner eigenen Anlage, die sich seit 1995 bestens bewährt hat, entworfen, und dazu auch die erforderlichen Schweißvorrichtungen für alle Gleisstücke. Innerhalb weniger Monate entstand nun eine erste, ca. 1.000 m lange Strecke durch seinen Wald. Wegen noch fehlender Einstellräume für Loks und Wagen muss alles Gerät vom und zum Schloss-Keller geschafft werden.
Das Dach mit seinen Positionen Hauptsächlich sind auf dem Dach einer alten Original- E-Lok folgende Teile: Dachblech, ein bis zwei Pantografen, Scherenstromabnehmer oder auch einfach Panto genannt. Eventuell Widerstände zum Bremsen sowie diverse Isolatoren plus Hauptschalter und Trennmesser. Je links und rechts sind Laufstege für Inspektionen und Arbeiten. Im Modell besteht das Dachblech aus 1,5 mm dickem Aluminium und wurde anhand Zeichnungen, inklusive Löcher und notwendigen Öffnungen für Unterhaltsarbeiten, gelasert. Die diversen Rundungen und Radien wurden durch Verschrauben mit Rippen korrigiert und in Form gebracht. Es passt satt auf das Lok-Gehäuse und ist mit diesem über zwei Rändelschrauben im Inneren des Widerstandsgehäuses unsichtbar verschraubt.
Der Anwendungsbereich für einen 3D-Drucker im Modellbau ist vielseitig. Seit 2014 habe ich mit einem ULTIMAKER 2 schon verschiedene Anbauteile hergestellt. Wie z. B.: Lampen, Tanks, Blattfederattrappen, Achslagerdeckel, Füllstutzen, Lüftungsgitter, Innenausstattung, Motorhalterrungen etc. und Modelle für Gussformen gedruckt. Meinen Anwendungsbereich konnte ich jetzt mit Presswerkzeugen erweitern.
Bei einer US-Reise mit Schwerpunkt „Dampf“ denkt man einerseits an Fahrten durch spektakuläre Landschaften, andererseits an „Big Steam“ wie Big Boy und Challenger oder SP 4449 Daylight. Zunächst ist beeindruckend, wie viele sog. Superpower-Lokomotiven einsatzfähig sein sollen. Bei näherer Betrachtung stellt sich aber heraus, dass tatsächlich nur ein kleiner Teil 2023 eingesetzt wird, und das auch nur zu wenigen Terminen. Zudem sind die Superpower-Lokomotiven N&W 611, UP 844 Big Boy, NKP 765 usw. über ganz Amerika verstreut – und die USA sind jedenfalls flächenmäßig definitiv ein großes Land.
Blöde Überschrift“, nicht wahr? Stimmt zwar bezüglich der Schreibweise, aber es steckt – leider – etwas nicht ganz Erfreuliches dahinter! Es sind jetzt vielleicht drei Jahre her, sah ich mich nach einem euphorischen Bericht zu Messing-Armaturen (fast) genötigt, in den DBC-Nachrichten ein paar Zeilen zum „Auszinken“ zu publizieren. Und nun scheinen nach etwas mehr als einem Jahr Pause zwei Ventile in unserem „Methusalem“, der bayer. G 3/4, exakt von diesem Vorgang betroffen zu sein. So wie es aussieht, scheinen die gebrochenen Teile noch aus UK-Fertigung zu stammen.
Mehrere Kollegen haben es auf eigene Kosten überprüft: Wir sollten es vermeiden, unsere schweren Maschinen in 5 Zoll, geschweige denn in 7 Zoll, zu tragen. Eine falsche Bewegung, eine ungünstige Haltung … kann dazu führen, dass man einen schweren Rückenschaden davonträgt, mit dem Risiko, dem ganzen Hobby ein Ende zu bereiten. Wie viele andere Kollegen begann ich, meine erste Maschine (ca. 60 kg) mit Hilfe meiner Frau über steile Treppen von der Werkstatt in den Garten und wieder zurück zu tragen. Bald musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Meine Anlage ermöglichte es, das Material über eine Abzweigung von der Bahnstrecke in den Keller auf Brusthöhe zu leiten.
Diese (umgewandelte) Überschrift benutzte der Herausgeber Andreas Knipping für meinen Aufsatz in seinem Buch „Eisenbahn-Fotografien 1925 – 1945“, das in GB-Ausgabe 1/2023 unter „neue Bücher“ besprochen wurde. Mein Manuskript in der Mitte des Buches war vor vielen Jahren der Redaktion einer nicht unwichtigen Zeitschrift angeboten worden, die Eisenbahngeschichte auf ihre Fahnen geschrieben hat. Leider zeigte der Redakteur zu diesem Thema kein Interesse. Und warum greifen wir das Thema nochmals auf? Weil es in dem Bericht um Überführungen von Dampflokomotiven aus dem bayerischen Raum nach dem ukrainischen Charkow (heute Charkiw) und das zweite Ziel Rostow am Don ging. Daher auch der „Don“ in der Überschrift.