Versäume deine Jugend
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Produktinformationen "Versäume deine Jugend "
Alex Rühle, Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, thematisiert ein bisher gänzlich übersehenes Phänomen: die Wirkung der Corona-bedingten Schulschließungen als Raub des Jugendlebens vor allem in der Pubertät, als lebensgeschichtlicher Wartesaal ohne Sinn und Perspektive, als eine völlige Verkennung, was „systemrelevant“ ist: nämlich nicht nur ökonomische Faktoren, sondern auch diejenigen Lebensumstände, die den generationellen Ablösungsprozess moderieren und „Zukunft“ generieren. Dieser Essay appelliert an die ältere Generation, die auf Kosten der nachfolgenden Generationen deren Zukunft zerstört, die Besonnenheit der jungen Leute unter den herrschenden Extrembedingungen wertzuschätzen, und appelliert an die Politik, junge Leute mehr in die politischen Prozesse der Zukunftsgestaltung einzubeziehen.
Stichwörter: Corona-Folgen, Schulschließungen, Jugendleben, Generationenverhältnis
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Autor: Alex Rühle
Erscheinungstermin: 17.05.2021
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Zum Thema dieser Ausgabe: Folgen der Corona-Pandemie und Konsequenzen für die Schüler/innen und Schulen Folgen der Corona-Pandemie und Konsequenzen für die Schüler/innen und Schulen fasst zusammen, was Schulschließungen, Distanzlernen und lange Unsicherheit mit Kindern, Jugendlichen und Schule gemacht haben – und was jetzt getan werden muss. Die Beiträge geben Einblicke aus Schulpsychologie, Beratungslehrerarbeit, Sonderpädagogik, Schulleitungsperspektive und journalistischer Beobachtung und fragen, wie eine „Schule nach Corona“ aussehen sollte. Zwischen Lageberichten, Erfahrungen aus Beratung und SBBZ, Überlegungen zu Depression, Forderungen nach Kompensation, Kritik am „Notabitur“, Stimmen Jugendlicher und Imperativen für die Zukunft wird deutlich: Die Pandemie darf nicht als Ausrutscher verbucht werden. Sie hat Schwachstellen offengelegt – und markiert einen Punkt, an dem Schule sich neu ausrichten kann und muss. Für wen ist diese Ausgabe ideal? Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie die Pandemie-Folgen für Schule nicht nur bilanzieren, sondern in konkrete Konsequenzen für Ihre Arbeit übersetzen wollen. Sie richtet sich an: Lehrkräfte aller Schularten, die Lernstände, Motivation und Beziehung neu justieren müssen Schulleitungen und Steuergruppen, die Schulentwicklung nach Corona gestalten Schulpsycholog/innen, Beratungslehrkräfte und SBBZ-Teams, die mit Belastungen und Krisenverläufen arbeiten Bildungspolitik, Verwaltung und Schulträger, die Förderprogramme und Rahmenbedingungen ausrichten Die wichtigsten Inhalte im Überblick Umgang mit den Auswirkungen der Schulschließungen – Corona-Lagebericht Schulpsychologie Im Auftaktbeitrag Umgang mit den Auswirkungen der Schulschließungen. Corona-Lagebericht Schulpsychologie in Baden-Württemberg zeichnen Nina Großmann und Ulrich Herrmann nach, wie sich psychische Belastungen, Lernrückstände und Konflikte in Schulen gezeigt haben – und welche Unterstützungsbedarfe Schulpsychologische Dienste sehen. Corona-Folgen aus Sicht der Beratungslehrkräfte In Corona-Folgen für Schüler/innen und Schulen aus Beratungslehrer/innen-Perspektive (Michael Dörfel) und Folgen der Schulschließungen aus der Sicht eines Beratungslehrers (Florian Gantner) werden typische Probleme sichtbar: Überforderung, Einsamkeit, familiäre Spannungen, Motivationseinbrüche – und zugleich neue Formen von Selbstständigkeit und Verantwortung. „Hat man uns vergessen?“ – SBBZ für verhaltensschwierige Schüler „Hat man uns vergessen?“ Folgen der Schulschließung in einem SBBZ für verhaltensschwierige Schüler (Matthias Schmidt, Susanne Klein) zeigt, wie stark Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten unter dem Wegfall von Struktur, Beziehung und Präsenzförderung leiden – und welche Konsequenzen sich für zukünftiges Krisenmanagement und Förderkonzepte ergeben. Umgang mit von Depression bedrohten Schüler/innen in der Coronakrise In Umgang mit von Depression bedrohten Schüler/innen in der Coronakrise gibt Gabriel Kornwachs Hinweise, wie Lehrkräfte Warnsignale erkennen, Grenzen ihrer Zuständigkeit wahrnehmen und dennoch unterstützend handeln können – in enger Zusammenarbeit mit Fachstellen und Eltern. Eine „Corona-Generation“ verlangt eine Kompensation Eine „Corona-Generation“ verlangt eine Kompensation (Joachim Lohmann) argumentiert, dass pandemiebedingte Nachteile nicht allein auf individueller Ebene aufgefangen werden können, sondern strukturelle Ausgleichsmaßnahmen brauchen: zusätzliche Lernzeit, Förderprogramme, psychosoziale Unterstützung und langfristige Strategien. „Notabitur“ infolge Corona – massenhafter Kollateralschaden? In „Notabitur“ infolge Corona – ein massenhafter Kollateralschaden? hinterfragt Ulrich Herrmann die Debatte um Abiturnoten und Standards in der Pandemie. Er diskutiert, wie Abschlüsse bewertet werden, welche Botschaften an Jugendliche gesendet werden und wie Gerechtigkeit unter ungleichen Bedingungen hergestellt werden kann. „Versäume deine Jugend“ – Junge Leute im falschen Warteraum Versäume deine Jugend. Junge Leute im falschen Warteraum (Alex Rühle) gibt eine literarisch-journalistische Perspektive auf die Erfahrungen Jugendlicher: verpasste Erlebnisse, Stillstand, Warteräume – und die Frage, was Bildung und Gesellschaft ihnen jetzt schulden. Schule nach Corona – fünf Imperative In Schule nach Corona. Fünf Imperative formuliert Johannes Baumann Leitlinien, wie Schule aus den Erfahrungen lernen sollte: etwa Beziehung vor Stoff, gezielte Förderung statt flächiger Wiederholung, Stärkung psychischer Gesundheit, flexible Lernformate und ernstgemeinte Beteiligung von Schüler:innen. Panorama: Leseförderung und Beziehungsgestaltung Im Panorama zeigen zwei Beiträge, wie zentrale Entwicklungsaufgaben aufgegriffen werden können: Förderung der Leseleistung von Grundschulkindern im Rahmen der Sommerschulen in Baden-Württemberg (Hermann Scheiring, Sophia Legner, Jens Krummenauer, Juliane Rysavy) beschreibt ein Förderformat, das pandemiebedingte Rückstände im Lesen gezielt adressiert. Beziehungen im Schulalltag gestalten(Ruth Pfeifer, Matthias Braeunig, Alexander Wünsch) zeigt, wie Beziehungsgestaltung als Kernaufgabe von Schule verstanden und praktisch umgesetzt werden kann – gerade nach Zeiten der Distanz. Digitale SchulentwicklungIn der Serie Digitale Schulentwicklung berichtet Sarah Stumm in Eine Verfolgungsjagd im Klassenzimmer! Die Nutzung digitaler und spielerischer Elemente beim Hörverstehen, wie digitale, spielerische Settings Hörverstehen fördern – ein Beispiel, wie digitale Werkzeuge über Notlösungen hinaus lernwirksam eingesetzt werden können. 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