Die Entwicklung, Entstehung und der Nutzen von Neugier bei Kindern und Jugendlichen
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Produktinformationen "Die Entwicklung, Entstehung und der Nutzen von Neugier bei Kindern und Jugendlichen"
Neugier wird als starke Motivation nach neuen Informationen und Wissen definiert und spielt eine zentrale Rolle für Lern- und Gedächtnisprozesse. Während zahlreiche Studien die Funktion von Neugier vor allem im Erwachsenenalter untersuchen, ist ihre Entwicklung über die Lebensspanne hinweg bislang weniger gut beschrieben. Die Forschung zeigt jedoch, dass Neugier bereits im Säuglingsalter beginnt und sich bis ins hohe Alter in unterschiedlichen Formen äußert: In der frühen Kindheit vor allem körperlich-emotional, im Schulalter stärker epistemisch und im Jugendalter, mit der Ausbildung stabiler Interessen, in zunehmend spezifischer Ausprägung. Diese entwicklungsabhängigen Veränderungen der Neugier sowie des neugierbasierten Lernens spiegeln sich auch in der neuronalen Reifung des Gehirns wider. Unabhängig vom Alter profitieren Kinder und Jugendliche zudem konsistent von neugierbasierten Lernzuständen. Sie lernen tiefer, erinnern sich besser und zeigen ein erhöhtes Explorationsverhalten, wenn Neugier geweckt wird. Um die Kraft der Neugier im Bildungswesen wirksam zu nutzen, sind jedoch konkrete, altersangepasst gestaltete Lerngelegenheiten notwendig, die neugierbasiertes Lernen gezielt anregen und unterstützen.
Inhaltsübersicht
Titel: Die Entwicklung, Entstehung und der Nutzen
von Neugier bei Kindern und Jugendlichen
Aus dem Inhalt: Neugie < Lernen < Gedächtnisentwicklung < Bildung
Teil der Gesamtausgabe
Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 4/2026: Neugier" Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Format: DIN A4
Autor/innen: Billur Yaran, Lea Stulz, Yana Fandakova
Erscheinungstermin: 23.06.2026
Dieser Download richtet sich an Lehrkräfte, Referendare sowie an Dozierende in der Lehrer-Fortbildung, die ihre didaktischen Kompetenzen erweitern möchten.
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Zum Thema dieser Ausgabe: Neugier – Motor für Lernen und Entwicklung Neugier steht im Zentrum dieser Ausgabe – als grundlegende Triebkraft von Lernen, Entwicklung und Erkenntnis. Die Beiträge zeigen, wie Neugier bei Kindern und Jugendlichen entsteht, wie sie sich im Lebenslauf verändert und welche Rolle Emotionen, Körper, Bewegung und Umgebung dabei spielen. Neugier wird nicht nur als individuelles Gefühl verstanden, sondern als gestaltbare Ressource: für Unterricht, Schulentwicklung und Leitungshandeln. Zwischen theoretischen Modellen, empirischen Studien, praktischen Unterrichtsbeispielen und außergewöhnlichen Lernorten wird deutlich, wie vielfältig Neugier im schulischen Alltag angeregt werden kann: im Mathematikunterricht, in historischen Themenwelten, in außergewöhnlichen Kontexten wie einer Schule für Geflüchtete – und in der professionellen Weiterentwicklung von Lehrkräften und Schulleitungen. Für wen ist diese Ausgabe ideal? Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Neugier im Unterricht und in Bildungsorganisationen bewusst fördern und verstehen möchten. Sie richtet sich an: Lehrkräfte aller Schularten, die Lernumgebungen neugierigkeits- und motivförderlich gestalten wollen Fachlehrkräfte in Mathematik, Geschichte und Gesellschaftsfächern, die fachspezifische Zugänge zu Neugier suchen Schulleitungen und Personen mit Leitungsaufgaben, die Neugier als Ressource für professionelles Handeln nutzen möchten Lehramtsstudierende, Forschende und Ausbildende, die sich mit der Entwicklung und Bedeutung von Neugier wissenschaftlich auseinandersetzen Die wichtigsten Inhalte im Überblick Neugier: Theorien und Implikationen für den Schulunterricht M. W. H. Spitzer, E. Richter, A. Jung, J. Mannich, M. Mückstein und L. Frede geben in Neugier: Theorien und Implikationen für den Schulunterricht einen Überblick über zentrale theoretische Ansätze zu Neugier. Sie zeigen, wie unterschiedliche Neugierkonzepte – etwa informations-, diversions- oder epistemische Neugier – verstanden werden können und welche Schlussfolgerungen sich daraus für die Gestaltung von Unterricht ergeben. Entwicklung, Entstehung und Nutzen von Neugier bei Kindern und Jugendlichen In Die Entwicklung, Entstehung und der Nutzen von Neugier bei Kindern und Jugendlichen beleuchten Billur Yaran, Lea Stulz und Yana Fandakova, wie sich Neugier über die Kindheit und Jugend hinweg verändert. Der Beitrag zeigt, welche Faktoren Neugier begünstigen oder hemmen, welchen Einfluss sie auf Lernen, Exploration und Selbstregulation hat und warum eine neugierfreundliche Lernumgebung für Bildungsbiografien so bedeutsam ist. Embodied Curiosity im Klassenzimmer – verkörperte Neugier Venera Gashaj und Korbinian Moeller rücken in Embodied Curiosity im Klassenzimmer. Wie verkörperte Neugier Lernen, Emotionen und Bewegung verbindet die körperliche Dimension von Neugier in den Vordergrund. Sie zeigen, wie Bewegung, Gestik, Blickverhalten und räumliche Anordnung mit neugierigem Erkundungsverhalten zusammenhängen – und wie Unterricht gestaltet werden kann, der diese „verkörperte Neugier“ nutzt, statt sie zu unterdrücken. Neugier für Mathematik wecken In Wie lässt sich Neugier für Mathematik im Schulunterricht wecken? entwickeln Luisa Frede, Eileen Richter und Markus Wolfgang Hermann Spitzer konkrete Impulse für den Mathematikunterricht. Der Beitrag zeigt, wie offene Fragestellungen, überraschende Phänomene, produktive Irritationen und entdeckendes Arbeiten genutzt werden können, um Neugier für mathematische Inhalte zu entfachen – auch bei Lernenden, die sich selbst nicht als „Mathe-Typen“ sehen. Themenparks und Neugier – historische Themenwelten als Lernorte Anabelle Thurn widmet sich in Themenparks und Neugier. Historische Themenwelten und ihr Potenzial für Neugier- und Lernverhalten außerschulischen Lernorten. Am Beispiel historischer Themenwelten wird deutlich, wie solche Settings Neugier an Geschichte, Vergangenheit und kulturellen Deutungen wecken können – und wie Schulen dieses Potenzial didaktisch nutzen können, ohne in reine Eventpädagogik zu verfallen. Panorama: Neugier in außergewöhnlichen Kontexten Im Panorama berichten Silke Fischer, Luisa Kähne und Yusef El Damaty in „Ja, wir haben das halt auf die Bedürfnisse der Leute zugeschnitten, individuell.“ Tübinger Masterstudierende erforschen im Nordirak eine Schule für Geflüchtete von einem besonderen Forschungs- und Lernprojekt. Der Beitrag zeigt, wie Neugier auf Menschen, Kontexte und Bildungsbiografien zu einem Motor für Forschung, Verständigung und professionelles Lernen wird – und wie Schule unter herausfordernden Bedingungen gestaltet werden kann. Neugier als Ressource für Leitungsaufgaben In Neugier als Ressource für Leitungsaufgaben in Bildungsorganisationen entwickeln beleuchten Ulrich Iberer und Maria Kondratjuk, welche Rolle Neugier im Führungshandeln spielt. Sie zeigen, wie neugierige Haltungen – etwa Offenheit für Ungeplantes, Interesse an Perspektiven anderer und Lust am Experimentieren – Leitung in Schule und anderen Bildungsorganisationen stärken können, und diskutieren, wie diese Haltungen gezielt entwickelt werden können. LernDialog: Wenn professionelles Handeln sichtbar wirdUnter der Rubrik LernDialog beschreibt Sandra Ritschmann in Steuern reicht nicht. Der LernDialog macht professionelles Handeln im Unterricht sichtbar, wie der LernDialog als Reflexionsformat dazu beitragen kann, neugierig auf das eigene Unterrichten zu bleiben. Der Beitrag zeigt, wie Lehrkräfte durch strukturierte Dialoge über Lernen und Unterricht neue Einsichten gewinnen, Routinen hinterfragen und so ihre professionelle Praxis weiterentwickeln.Jetzt abonnieren und profitieren: Fundierte Einblicke in Theorien und Entwicklungsverläufe von Neugier Konkrete Impulse, wie Neugier im Mathematikunterricht und in historischen Lernwelten geweckt werden kann Anregungen zur Gestaltung von embodied curiosity und neugierfreundlichen Lernumgebungen Perspektiven darauf, wie Neugier professionelle Entwicklung und Leitungshandeln in Bildungsorganisationen bereichert