Freiwilligkeit als pädagogisches Prinzip
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Produktinformationen "Freiwilligkeit als pädagogisches Prinzip"
Die Kinder- und Jugendhilfe hat sich in den vergangenen 20 Jahren im außerunterrichtlichen Bereich von Ganztagsschulen etabliert. Zu ihren zentralen Prinzipien gehört die Freiwilligkeit, die sowohl auf die Frage der Teilnahme an den Angeboten zielt, als auch darauf, wie diese inhaltlich gefüllt werden. Im Beitrag wird thematisiert, wie die Rahmenbedingungen der Ganztagsschulen diese Freiwilligkeit begrenzen und die Kinderund Jugendhilfe damit vor ein Dilemma stellen.
Inhaltsübersicht
Titel: Freiwilligkeit als pädagogisches Prinzip
Aus dem Inhalt: Teilnahme an Angeboten < Rahmenbedingungen
Teil der Gesamtausgabe
Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 6/2025 – Pädagogische Freiheit". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Format: DIN A4
Autorin: Katharina Gosse
Erscheinungstermin: 20.11.2025
Dieser Download richtet sich an Lehrkräfte, Referendare sowie an Dozierende in der Lehrer-Fortbildung, die ihre didaktischen Kompetenzen erweitern möchten.
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Zum Thema dieser Ausgabe:Pädagogische Freiheit – Spannungsfelder und ChancenPädagogische Freiheit – Spannungsfelder und Chancen stellt eine Kernfrage professioneller Bildungspraxis in den Mittelpunkt: Wie viel Freiheit brauchen Lehrpersonen, um verantwortungsvoll handeln zu können – und welche Grenzen sind notwendig, um Kinder und Jugendliche zu schützen und zu stärken? Die Ausgabe zeigt, dass pädagogische Freiheit kein Freiraum „ohne alles“ ist, sondern immer mit Verantwortung, Rechenschaft und gemeinsamen Aushandlungsprozessen verbunden bleibt.Zwischen Inklusion, Kinderrechten, Leistungsbewertung, Ganztagsschule und Schulentwicklung wird deutlich: Freiheit in der Pädagogik entsteht genau dort, wo Haltungen geklärt, Rollen bewusst gestaltet und Strukturen reflektiert werden. Die Beiträge dieses Heftes zeichnen nach, wie Lehrpersonen, Schulen und Kooperationspartner:innen pädagogische Spielräume nutzen können, ohne in Beliebigkeit zu geraten – und wie aus Spannungsfeldern produktive Entwicklungsimpulse werden.Für wen ist diese Ausgabe ideal?Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie pädagogische Freiheit nicht nur als Schlagwort, sondern als gestaltbaren Teil professioneller Praxis verstehen und weiterentwickeln möchten. Sie richtet sich an:Lehrkräfte aller Schularten, die ihren pädagogischen Handlungsspielraum reflektieren und erweitern wollenSchulleitungen und Steuergruppen, die Schule zwischen Vorgaben, Arbeitszeitmodellen und pädagogischer Eigenverantwortung profilierenLehramtsstudierende, Ausbildende und Hochschullehrende, die pädagogische Freiheit in Ausbildung und Praxis verankernFachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere in der Kooperation mit GanztagsschulenBildungsakteur/innen, die Kinderrechte, Inklusion und Schulentwicklung zusammendenkenDie wichtigsten Inhalte im ÜberblickKinderrechte als Weg für pädagogische Freiheit und VerantwortungDaniel Bertels und David Rott zeigen in Kinderrechte als Weg für pädagogische Freiheit und Verantwortung, wie das Konzept der Kinderrechte neue Orientierung für professionelles Handeln geben kann. Sie entfalten, warum Kinderrechte nicht als zusätzliche „Aufgabe“ daherkommen, sondern als Rahmen, in dem pädagogische Freiheit verantwortungsvoll genutzt wird: Lernende werden als Rechtsträger/innen ernst genommen, und Lehrpersonen gewinnen Klarheit darüber, wie sie Entscheidungen begründen und gemeinsam aushandeln können.Freiheit in der schulischen Inklusion – Bedingung und ChanceIn Freiheit in der schulischen Inklusion – Bedingung und Chance beleuchtet Wolfhard Schweiker, warum inklusive Schule ohne pädagogische Freiheit kaum denkbar ist – und zugleich klare Strukturen braucht. Am Beispiel inklusiver Settings wird sichtbar, welche Freiheitsgrade Lehrkräfte benötigen, um auf heterogene Lerngruppen einzugehen, und wie Regelungen, Ressourcen und Teamarbeit gestaltet sein müssen, damit Inklusion nicht zur Überforderung, sondern zur gemeinsamen Chance wird.Pädagogische Freiheit, Herausforderung und Grenzen – eine Frage der Haltung?Carmen Huber fragt in Pädagogische Freiheit verbunden mit Herausforderung und Grenzen – Eine Frage der persönlichen Haltung?, wie individuelle Überzeugungen und professionelle Haltung zusammenwirken. Der Beitrag zeigt, dass pädagogische Freiheit immer auch mit Selbstreflexion verbunden ist: Wo überschreite ich Grenzen? Wo ziehe ich mich hinter Vorgaben zurück? Und wie gelingt es, im Spannungsfeld von Erwartungen, Kontrolle und eigenen Ansprüchen handlungsfähig zu bleiben?Verantwortung im Unterricht abgeben und Freiheiten nutzenIn Verantwortung im Unterricht abgeben und Freiheiten nutzen stellen Thomas Rhyner und Patricia Bachmann vor, wie angehende Lehrpersonen in Ausbildungssituationen Freiräume praktisch erproben können. Lernpfade, Lernberatung und Round Tables werden als Formate beschrieben, in denen Verantwortung bewusst an Lernende übergeht – und Studierende erfahren, wie sich pädagogische Freiheit anfühlt, wenn sie Lernprozesse nicht vollständig steuern, sondern begleiten.Beurteilungsprozesse partizipativ aushandelnMit Beurteilungsprozesse partizipativ aushandeln – Pädagogische Freiheit mit Lehramtsstudierenden nutzen knüpft Thomas Rhyner an die Frage der Leistungsbewertung an. Im Zentrum steht die Idee, Beurteilungskriterien und Rückmeldeprozesse gemeinsam mit Studierenden zu entwickeln. Der Beitrag macht sichtbar, wie dadurch pädagogische Freiheit nicht gegen Transparenz und Fairness ausgespielt wird, sondern Lernende stärker einbindet und Beurteilung zum Lernanlass wird – auch in der Lehrerbildung.Freiwilligkeit als pädagogisches Prinzip – ein Dilemma in der Kooperation mit GanztagsschulenKatharina Gosse geht in Freiwilligkeit als pädagogisches Prinzip – Ein Dilemma für die Kinder- und Jugendhilfe in der Kooperation mit Ganztagsschulen der Frage nach, was passiert, wenn unterschiedliche Logiken aufeinandertreffen: freiwillige Teilnahme in der Kinder- und Jugendhilfe einerseits, verpflichtende Ganztagsstrukturen andererseits. Der Beitrag diskutiert Spannungen, aber auch Gestaltungsmöglichkeiten, um pädagogische Freiheit und Verlässlichkeit für Kinder und Jugendliche in Einklang zu bringen.Schulentwicklung zwischen pädagogischer Freiheit und überkommenem ArbeitszeitmodellIn Schulentwicklung zwischen pädagogischer Freiheit und überkommenem Arbeitszeitmodell analysiert Johannes Zylka, wie strukturelle Rahmenbedingungen pädagogische Entwicklung begrenzen oder ermöglichen. Am Beispiel schulischer Arbeitszeitmodelle zeigt er, warum echte pädagogische Innovation nicht allein von Haltungen abhängt, sondern auch von Zeitbudgets, Teamstrukturen und organisationalen Freiräumen – und wie Schulen in diesem Spannungsfeld dennoch handlungsfähig bleiben können.Panorama: Mit der KlimaBilderBox in eine positive ZukunftIm Panorama stellen Myrte Zachow, Eva Bertram und Carolin Stangier mit Mit der KlimaBilderBox in eine positive Zukunft ein Projekt aus dem Kunstunterricht vor. 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