Lehren & Lernen 1/2021 | Bedrängte Meinungsfreiheit – ein Grundrecht unter Druck
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 1/2021 | Bedrängte Meinungsfreiheit – ein Grundrecht unter Druck "
Zum Thema dieser Ausgabe:
Bedrängte Meinungsfreiheit – ein Grundrecht unter Druck
Bedrängte Meinungsfreiheit – ein Grundrecht unter Druck nimmt ein Kernstück demokratischer Ordnung in den Blick: das Recht, seine Meinung frei zu äußern – und die Frage, wo seine Grenzen liegen. Die Beiträge beleuchten Meinungsfreiheit aus verfassungsrechtlicher, schulischer und demokratietheoretischer Perspektive und fragen, wie Schulen Streitkompetenz, Urteilskraft und verantwortungsvolle Kommunikation fördern können – gerade im „postfaktischen Zeitalter“.
Zwischen Grundrechtsdogmatik, Bildungsauftrag der Schule, Streitkultur, Umgang mit Fakten und Meinungen, Berufsorientierung durch Auslandserfahrungen und Literaturhinweisen wird deutlich: Meinungsfreiheit ist nicht nur ein abstraktes Recht. Sie wird im Klassenzimmer, auf dem Pausenhof, in sozialen Medien und in der Schulgemeinschaft täglich gelebt – oder verletzt.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Meinungsfreiheit und Streitkultur in Unterricht und Schulleben reflektiert thematisieren möchten. Sie richtet sich an:
- Lehrkräfte der Sekundarstufe I und II, insbesondere in Deutsch, Gemeinschaftskunde, Ethik, Religion und Geschichte
- Schulleitungen und Schulentwicklungsgruppen, die demokratische Schulkultur stärken wollen
- Pädagog/innen in politischer Bildung und außerschulischen Lernorten
- Lehramtsstudierende und Ausbildende, die Grundlagen zu Meinungsfreiheit und Diskurskompetenz suchen
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Bedrängte Meinungsfreiheit – Einführung ins Themenfeld
Im Editorial Bedrängte Meinungsfreiheit skizziert Tanjev Schultz aktuelle Spannungsfelder: Populismus, Hate Speech, Cancel-Debatten, Desinformation – und die Frage, wie demokratische Gesellschaften und Schulen damit umgehen.
Meinungsfreiheit und ihre Grenzen
In Meinungsfreiheit und ihre Grenzen erläutert Mathias Hong verfassungsrechtliche Grundlagen: Schutzbereich, Schranken, Abwägungen. Er zeigt, was in Deutschland von der Meinungsfreiheit gedeckt ist – und wo strafbare Beleidigung, Volksverhetzung oder andere Delikte beginnen.
Meinungsfreiheit in der öffentlichen Schule
Meinungsfreiheit in der öffentlichen Schule im Lichte ihres Bildungsauftrags (Michael Rux) überträgt die Debatte in den schulischen Kontext. Der Beitrag fragt, welche Freiheitsräume Lehrkräfte und Schüler:innen haben, wie Schule mit kontroversen Positionen umgehen soll und wo pädagogische Verantwortung Grenzen setzt.
Streitkompetenz als demokratische Qualität
In Streitkompetenz als demokratische Qualität – oder: Vom Wert des Widerspruchs zeigt Marie-Luisa Frick, warum demokratische Gesellschaften Streit brauchen – und wie Schulen Streitkompetenz vermitteln können: zuhören, argumentieren, widersprechen, Positionen überdenken.
Faktum = Meinung? Probleme der Kommunikation im „postfaktischen Zeitalter“
Faktum = Meinung? Probleme der Kommunikation im „postfaktischen Zeitalter“ (Patrick Gensing) thematisiert verschwimmende Grenzen zwischen Fakten, Meinungen und Falschinformationen. Der Beitrag zeigt, welche Rolle Medienkompetenz, Quellenkritik und journalistische Standards spielen – und wie Schule hier ansetzen kann.
Panorama: Schulabschluss & Auslandserfahrungen, Nachruf Remo H. Largo
Im Panorama:
- Schulabschluss – und danach? Selbstfindung und Berufsorientierung durch Reise- und Auslandserfahrungen (Veronika Mercks) zeigt, wie Auslandsaufenthalte zur Klärung von Werten, Perspektiven und beruflichen Wegen beitragen können.
- Ulrich Herrmann würdigt in einem Nachruf auf Remo H. Largo einen wichtigen Kinderarzt und Autor, der sich für ein entwicklungsangemessenes Verständnis von Kindheit und Lernen eingesetzt hat.
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- Fundierte Grundlagen zu Meinungsfreiheit, Grenzen und schulischem Umgang damit
- Impulse für Streitkultur, Quellenkritik und Kommunikation im „postfaktischen Zeitalter“
- Ergänzende Perspektiven zu Berufsorientierung, tiergestützter Pädagogik und Autismus
- Literaturtipps für eine demokratie- und kindgerechte Schulpraxis
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 19.01.2021
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In einer wichtigen Statuspassage sind Schulabsolventen und junge Erwachsene meist alleingelassen und oft ratlos: Wie soll es weitergehen? Welche Entscheidung für eine Ausbildung ist richtig? Was möchte ich, was kann ich, was passt zu mir? Der vorliegende Beitrag berichtet von einem Trainingsangebot für Schüler/innen von Abschlussklassen: Durch Arrangements und Methoden der Selbsterfahrung und -reflexion sowie durch das Eingehen auf konkrete Herausforderungen in erlebnispädagogisch simulierten Reisen werden Prozesse der Selbstklärung angeleitet, die den Weg zum Beruf über das Gewahrwerden einer inneren Berufung anbahnen. Stichwörter: Schulabschluss, Berufsorientierung, Berufswahl, Selbstfindung, Selbstreflexion, Selbstfindung, Erlebnispädagogik
Meinungsfreiheit ist in Deutschland durch Artikel 5 Grundgesetz mit einigen Einschränkungen geschützt. Strittig ist häufig die Frage, welche Äußerungen durch Art. 5 GG bzw. durch die Rechtsprechung gedeckt sind und welche nicht. Öffentliche Diskurse können das „Sagbare“ gegen den grassierenden Populismus und Rechtsextremismus stützen und verteidigen. Der vorliegende Beitrag macht auf Gefahren für ein freiheitliches Meinungsklima aufmerksam. Stichwörter: Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Meinungsklima, Populismus, Rechtsextremismus
Wie weit reicht in Deutschland die Meinungsfreiheit? Was darf man sagen und was nicht? Ausgehend von der freien politischen Rede erläutert dieser Beitrag unter Einbeziehung der Rechtsprechung den (grund)gesetzlichen Schutz der Meinungsfreiheit, das Verbot der Standpunktdiskriminierung und thematisiert die Hass-Rede sowie die Grenzen der Meinungsfreiheit. Stichwörter: Meinungsfreiheit, Standpunktdiskriminierung, Hassrede
Ob in der Schule Meinungsfreiheit herrsche oder nicht, ist gar nicht die Frage. Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gilt auch hier, für Lehrer/innen wie für Schüler/innen. Denn die Schule hat einen gesetzlichen Erziehungs- und Bildungsauftrag, besonders im Hinblick auf die politische Aufklärung, Bildung und Urteilsfähigkeit. Dieser Auftrag kann nicht durch „Neutralität“ wahrgenommen werden, sondern nur durch engagiertes Eintreten für die Grundwerte unserer Verfassung und Gesellschaftsordnung. Politisches Lernen soll plural, kontrovers, multiperspektivisch, vergleichend, unparteiisch, im gesellschaftlichen Kontext ermöglicht werden. Lehrpersonen müssen, wenn sie glaubhaft sein wollen, Standpunkte beziehen! Stichwörter: Meinungsfreiheit, Bildungsauftrag der Schule, politische Bildung, Beutelsbacher Konsens
In Demokratien werden Entscheidungen in der Regel durch legitimierte Mehrheiten und auf der Grundlage kontroverser Meinungs- und Willensbildung herbeigeführt. Meinungs- und Informationsfreiheit, Widerspruch und Diskussion sind daher der Kern des demokratischen politischen Prozesses. Widerspruch in zivilisierten Formen ist für eine qualitätsvolle Meinungsbildung und Entscheidungsfindung unabdingbar. Der folgende Beitrag erörtert die Charakteristika der demokratischen Streitkultur. Stichwörter: Meinungsfreiheit, Streitkultur, Streitkompetenz, demokratische Willensbildung
Der Beitrag beschreibt einige Erscheinungen des „postfaktischen Zeitalters“: Meinung wird als Faktum ausgegeben, die Degradierung von Fakten zu Meinungen, Desinformationskampagnen, Verbreitung von Verschwörungstheorien, populistische Kampagnen („Eliten“ gegen „das Volk“, gegen „das Establishment“), Wissenschaftsfeindlichkeit. Was können Faktenchecks dagegen ausrichten? Stichwörter: postfaktisch, Meinungsfreiheit, Desinformation, Populismus, Propaganda, Faktencheck
Remo Largo (1943 – 2020) hat als Leiter der Abt. Wachstum und Entwicklung sowie der Poliklinik am Zürcher Universitäts-Kinderspital das Fach Entwicklungspädiatrie mitbegründet und mit seinen Büchern „Babyjahre“ und „Kinderjahre“ einem neuen Blick auf Kindheit und Jugendzeit zum Durchbruch verholfen: Jede gesunde individuelle Entwicklung, Reifung und Entfaltung geht aktiv und selektiv ihre eigenen Wege; Normerwartungen und „Förderwut“ sind schädlich und abwegig. Lernen muss von den Möglichkeiten, Bedürfnissen und Interessen des einzelnen Kindes und Schülers her gedacht werden. Stichwörter: Entwicklungspädiatrie, Kindheit, Jugendalter, kindgerechte Erziehung, Lernen vom Kinde und Schüler aus, Schulreform
Kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben von Autorinnen und Autoren aus Praxis und WissenschaftIn 6 Ausgaben pro Jahr werden aktuelle Themen aufgegriffen, intensiv beleuchtet und diskutiert. Im Fokus steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Unterricht und Schulen mit wissenschaftlich fundierten, reflektierten und innovativen Beiträgen für die Praxis. Dabei geht es unter anderem um digitale Schulentwicklung, zeitgemäße Lehr–Lernsettings, Demokratiebildung, selbstorganisiertes Lernen, Leseförderung, Neuropsychologie, Achtsamkeit, Meinungsfreiheit, Gesundheit von Schüler:innen und Lehrer:innen und vieles mehr.Das Redaktionsteam - Schulpraktiker und Wissenschaftler - sorgt für kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben, nicht nur in Baden-Württemberg und sieht sicht als Mittler zwischen Bildungspolitik, Schulalltag und Wissenschaft – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen deren Diskursen immer größer und offensichtlicher wird. Sie erhalten aus erster Hand an der Praxis innovativer Schulen ausgerichtete, wissenschaftlich fundierte Informationen. Preisvorteil von ca. 12 % gegenüber dem Einzelkauf Lehren & Lernen – die günstige und kompetente Bezugsquelle für die Entwicklung zeitgemäßer, personalisierter Lehr-Lernsettings. Abonnenten erhalten beim Kauf von Einzelheften (siehe Archiv) zusätzlich einen Rabatt von 30 % auf den Verkaufspreis der Einzelausgabe. Unsere Zeitschriften sind auch gelistet bei fachzeitungen.de