Lehren & Lernen 1/2026 | Demokratie gestalten
9,50 €
Produktinformationen "Lehren & Lernen 1/2026 | Demokratie gestalten"
Zum Thema dieser Ausgabe:
Demokratie gestalten: Impulse für politische Bildung und Schule
Demokratie gestalten rückt die Frage ins Zentrum, wie Schulen in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung, digitaler Öffentlichkeiten und globaler Krisen demokratische Haltung und Handlungsfähigkeit fördern können. Die Ausgabe zeigt, wie politische Bildung über reines Faktenwissen hinausgeht und Lernende befähigt, Ambiguitäten auszuhalten, Konflikte argumentativ zu bearbeiten und eigene Positionen verantwortungsvoll zu entwickeln.
Zwischen Service-Learning, Leistungsbewertung, politischer Bildung für nachhaltige Entwicklung und der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und Antisemitismus wird deutlich: Demokratielernen ist kein Zusatzmodul, sondern Kernauftrag von Schule. Die Beiträge dieses Heftes zeichnen nach, wie Unterricht, Schulentwicklung und außerschulische Kooperationen ineinandergreifen müssen, damit Demokratie im Schulalltag konkret erfahrbar und gestaltbar wird.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Demokratiebildung systematisch im Schulalltag verankern möchten und nach fundierten, praxistauglichen Impulsen suchen. Sie richtet sich an:
- Lehrkräfte der Sekundarstufe I und II, insbesondere in Politik, Gemeinschaftskunde, Ethik und Gesellschaftswissenschaften
- Fach- und Stufenleitungen sowie Schulleitungen, die demokratische Schulkultur gezielt stärken wollen
- Pädagog/innen in politischer Bildung und außerschulischer Bildungsarbeit
- Lehramtsstudierende und Referendar/innen, die Konzepte demokratiepädagogischen Handelns kennenlernen und erproben möchten
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Im Beitrag „Ich dachte, wir machen Politik.“ Ambiguitätserfahrungen als Ausgangspunkt für Demokratiebildung durch Service-Learning zeigt Markus Gloe, wie Lernende durch reale Engagementprojekte politische Prozesse anders wahrnehmen. Anhand konkreter Beispiele wird deutlich, wie Service-Learning Irritationen auslöst, Perspektivwechsel ermöglicht und damit zentrale Kompetenzen demokratischer Urteils- und Handlungsfähigkeit fördert – weit über klassische Unterrichtssituationen hinaus.
Leistungen für und mit Schüler/innen beurteilen (Silvia-Iris Beutel, Maike Drewes, Michaele Geweke) beleuchtet Leistungsbewertung aus demokratiepädagogischer Perspektive. Der Beitrag zeigt, wie Beteiligung an Kriterienentwicklung, Transparenz und dialogische Rückmeldungen Lernende ernst nimmt und sie als aktive Gestalter/innen ihrer Lernprozesse anspricht. So wird Leistungsbewertung zu einem Ort, an dem Respekt, Fairness und Teilhabe konkret erfahrbar werden.
In Demokratielernen im Politikunterricht. Was wirkt? analysiert Volker Reinhardt, welche Ansätze politischer Bildung tatsächlich nachhaltige Wirkungen zeigen. Auf Basis empirischer Befunde und Unterrichtserfahrungen werden Formate vorgestellt, die über bloße Wissensvermittlung hinausgehen: von kontroversen Diskussionen über fallorientiertes Lernen bis hin zu partizipativen Projekten. Der Beitrag gibt Orientierung, worauf es ankommt, wenn Politikunterricht demokratische Kompetenzen stärken soll.
Was bedeutet politische Bildung für nachhaltige Entwicklung? – dieser Frage geht Astrid Carrapatoso nach. Sie zeigt, wie sich politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung verschränken lassen, ohne eine der beiden Perspektiven zu verflachen. Im Fokus steht, wie Lernende globale Zusammenhänge verstehen, eigene Handlungsspielräume erkennen und Verantwortung für eine nachhaltige demokratische Gesellschaft entwickeln können.
Der Beitrag Spielend Demokratie lernen. Partizipatives Spieldesign mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (Julia Kristin Langhof) stellt Zugänge vor, in denen Lernende selbst zu Spielentwickler/innen werden. Durch partizipatives Spieldesign erleben sie Aushandlungsprozesse, Regelbildung und Konfliktbewältigung unmittelbar. So entstehen Lernräume, in denen demokratische Prinzipien nicht nur thematisiert, sondern spielerisch erprobt und reflektiert werden.
Panorama: Rechtspopulismus und Antisemitismus als Herausforderungen der Demokratie
Im Panorama nimmt Hans-Jürgen Kobus in Rechtspopulistische Rede entlarven rechtsextreme und rechtspopulistische Sprache in den Blick. Er entwickelt didaktische Überlegungen und methodische Vorschläge, wie Lehrkräfte sprachliche Muster sichtbar machen, Strategien der Abwertung offenlegen und mit Schülerinnen und Schülern Gegenstrategien entwickeln können.
Michael Blume zeigt in Antisemitismus vor und nach dem 7. Oktober 2023 – eine Gefahr für unsere gesamte Demokratie, wie sich antisemitische Diskurse verändern – online wie offline – und welche Konsequenzen dies für politische Bildung hat. Der Beitrag macht deutlich, warum die Auseinandersetzung mit Antisemitismus eine zentrale Aufgabe demokratischer Schulbildung ist.
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- Fundierte Impulse für Demokratiebildung im Unterricht – von Service-Learning bis politischer Bildung für nachhaltige Entwicklung
- Konkrete Ideen, wie Leistungsbewertung, Sprache und Emotionen demokratiepädagogisch gestaltet werden können
- Praxistaugliche Anregungen zum Umgang mit Rechtspopulismus und Antisemitismus im schulischen Kontext
- Beispiele, wie Schulen Demokratie als gelebte Kultur im Unterricht und in der gesamten Schulgemeinschaft sichtbar machen
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Format: DIN A4
Seitenzahl: 42 Seiten
Erscheinungstermin: 26.02.2026
Zugehörige Titel
Kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben von Autorinnen und Autoren aus Praxis und WissenschaftIn 6 Ausgaben pro Jahr werden aktuelle Themen aufgegriffen, intensiv beleuchtet und diskutiert. Im Fokus steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Unterricht und Schulen mit wissenschaftlich fundierten, reflektierten und innovativen Beiträgen für die Praxis. Dabei geht es unter anderem um digitale Schulentwicklung, zeitgemäße Lehr–Lernsettings, Demokratiebildung, selbstorganisiertes Lernen, Leseförderung, Neuropsychologie, Achtsamkeit, Meinungsfreiheit, Gesundheit von Schüler:innen und Lehrer:innen und vieles mehr.Das Redaktionsteam - Schulpraktiker und Wissenschaftler - sorgt für kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben, nicht nur in Baden-Württemberg und sieht sicht als Mittler zwischen Bildungspolitik, Schulalltag und Wissenschaft – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen deren Diskursen immer größer und offensichtlicher wird. Sie erhalten aus erster Hand an der Praxis innovativer Schulen ausgerichtete, wissenschaftlich fundierte Informationen. Preisvorteil von ca. 12 % gegenüber dem Einzelkauf Lehren & Lernen – die günstige und kompetente Bezugsquelle für die Entwicklung zeitgemäßer, personalisierter Lehr-Lernsettings. Abonnenten erhalten beim Kauf von Einzelheften (siehe Archiv) zusätzlich einen Rabatt von 30 % auf den Verkaufspreis der Einzelausgabe. Unsere Zeitschriften sind auch gelistet bei fachzeitungen.de
Politische Bildung und Demokratiebildung in der Schule stehen vor der Herausforderung, jungen Menschen demokratische Kompetenzen zu vermitteln, ohne die Widersprüchlichkeit politischer Realität zu vernachlässigen. Besonders im Kontext politischer Beteiligung erfahren Schüler/innen neben Selbstwirksamkeit auch Zurückweisung, Machtasymmetrien und normative Spannungen. Solche Ambiguitätserfahrungen sind kein Defizit, sondern konstitutiv für politische Lernprozesse in einer pluralen Demokratie. Der Beitrag stellt den Ansatz Service-Learning/Lernen durch Engagement als eine Methode vor, die solche Erfahrungen pädagogisch fruchtbar macht. Es wird aufgezeigt, wie Service-Learning Lerngelegenheiten für demokratisches Engagement schafft, Ambiguitätstoleranz fördert und insbesondere durch strukturierte Reflexion zur Entwicklung von Demokratiekompetenzen beiträgt. Abschließend werden praxisorientierte Empfehlungen für die Umsetzung im schulischen Kontext formuliert.InhaltsübersichtTitel: Ich dachte, wir machen PolitikAus dem Inhalt: Politische Bildung < Demokratiebildung < demokratische Kompetenzen < Ambiguitätserfahrungen < Service-Learning/Lernen < Demokratiekompetenzen Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 1/2026 Demokratie gestalten". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Die Beteiligung von Schüler/innen ist zu einem Schlüsselbegriff für Veränderungen in der Leistungsbeurteilung geworden. Wir zeigen an zwei Schulbeispielen aus dem Netzwerk der Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises auf, in welcher Weise Jugendliche an der Planung ihres Lernens beteiligt werden, wie sie Rückmeldungen mitbestimmen, ihre Lernaktivitäten auswerten und sich in neuer Prüfungskultur erproben. Die Leistungsbeurteilung überwindet dann die begrenzte Notengebung. Differenzierung, Kommunikation, Verantwortungsübernahme und Mitbestimmung der Lernenden können angstfreie Räume für Leistungsnachweise öffnen.InhaltsübersichtTitel: Leistungen für und mit Schüler/innen beurteilenAus dem Inhalt: Leistungsbeurteilung < Lernaktivitäten auswerten < neue Prüfungskultur < Mitbestimmung Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 1/2026 Demokratie gestalten". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Wie soll Demokratielernen im Politikunterricht aussehen? Was sind Gelingensbedingungen für guten und wirksamen Politikunterricht? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Beitrags. Anders als andere Unterrichtsfächer beschränkt sich das Unterrichtsfach Politik nicht auf den Erwerb von Kompetenzen, sondern hat vor allem politische Urteilsbildung zum Ziel und soll zu politischer Mündigkeit führen. Befragte Expert/innen leiten aus Theorie, Empirie und Unterrichtserfahrung praxisorientierte Möglichkeiten für die Gestaltung eines Politikunterrichts ab, der dem Demokratielernen verpflichtet ist.InhaltsübersichtTitel: Demokratielernen im Politikunterricht. Was wirkt?Aus dem Inhalt: Unterrichtsfach Politik < politische Urteilsbildung als Ziel < politische Mündigkeit Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 1/2026 Demokratie gestalten". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Eine politische Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zielt darauf ab, die politische Dimension von Nachhaltigkeit zu betonen und Lernende zur kritischen Analyse sowie aktiven Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft zu befähigen. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Wissen über ökologische, ökonomische und soziale Zusammenhänge, sondern auch um ein kritisches Hinterfragen von Machtstrukturen sowie ein Verständnis von gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen. Sie betont dabei die Notwendigkeit politischer Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung, um gemeinschaftliche gesellschaftliche Transformationen zu ermöglichen und zu gestalten.InhaltsübersichtTitel: Was bedeutet politische Bildung für nachhaltige Entwicklung?Aus dem Inhalt: politische Dimension von Nachhaltigkeit zu betonen < kritische Analyse < ökologische, ökonomische und soziale Zusammenhänge < kritisches Hinterfragen von Machtstrukturen Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 1/2026 Demokratie gestalten". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Im Beitrag wird das Potenzial von Spieldesign und Spielen für Demokratie lernen erörtert. Mit „Snaddering“ (Davis & Schwarz 2019, 2020) wird eine einfache, analoge Methode vorgestellt, mit der Laien mit wenig Materialien in kurzer Zeit Brettspiele erfinden, gestalten und spielen können. Zudem werden Einblicke in das digitale Game Design mit Hilfe Künstlicher Intelligenz und dem kostenlosen Open-Source-Tool Twine gegeben, mit dem interaktive Spiel- und Lernarrangements entwickelt werden können. Beide Vorgehensweisen eignen sich für den Schulkontext sowie die außerschulische politische Bildung, können genauso aber auch in anderen Bereichen (u. a. Soziale Arbeit) mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wie auch generationenübergreifend zur Anwendung kommen.InhaltsübersichtTitel: Spielend Demokratie lernen Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 1/2026 Demokratie gestalten". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Die rechtsextremen Reden von Björn Höcke werden beispielhaft mit Schüler/innen kritisch linguistisch analysiert und auf ihre Wurzeln hin befragt. Die Untersuchung zeigt deutlich die ideologischen Hintergründe auf, um hierdurch Möglichkeiten für Schüler/innen zu eröffnen, sich selbsttätig ein Bild von Höckes Ideologie und deren Wurzeln zu machen. So können sie sich ein reflektiertes Urteil bilden und einen Schritt zur eigenen Mündigkeit starten.InhaltsübersichtTitel: Rechtspopulistische Rede entlarvenAus dem Inhalt: Rechtspopulistische Reden kritisch analysieren < ideologische Hintergründe aufdecken < reflektiertes Urteil bilden Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 1/2026 Demokratie gestalten". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Blume interpretiert die gegenwärtige Vor-Urteilslage aus der aktuellen Bedrohungslage von Jüd/innen seit dem 7. Oktober 2023 – auch in Deutschland. Er verweist auf Vor-Urteile, die tief in vielen sozialen Milieus verwurzelt sind, vor dem Gaza-Konflikt.InhaltsübersichtTitel: Antisemitismus vor und nach dem 7. Oktober 2023 – eine Gefahr für unsere gesamte Demokratie Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 1/2026 Demokratie gestalten". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.