Lehren & Lernen 10/2023 Unerledigte Aufgaben der Schulpädagogik – ein Blick zurück
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 10/2023 Unerledigte Aufgaben der Schulpädagogik – ein Blick zurück"
Zum Thema dieser Ausgabe:
Unerledigte Aufgaben der Schulpädagogik – ein Blick zurück
Unerledigte Aufgaben der Schulpädagogik – ein Blick zurück richtet den Fokus auf Fragen, die die Schulpädagogik seit Jahrzehnten begleiten – und bis heute nicht abschließend beantwortet sind. Die Beiträge zeigen, wo zentrale Hausaufgaben offen geblieben sind: beim Bildungsauftrag der Grundschule, bei der Struktur des Schulsystems, beim Verständnis von Lernen – und nun auch im Umgang mit Künstlicher Intelligenz.
Zwischen grundsätzlichen Überlegungen zu Schulqualität, Schulstruktur, Lernen heute, einem Zwischenruf zur „KI-Welt“ und praxisnahen Impulsen zu Algorithmen und Leseförderung wird deutlich: Schulpädagogik ist kein erledigtes Kapitel. Sie bleibt gefragt, wenn es darum geht, alte Fragen mit neuen Bedingungen zu verbinden – und Bildung in einer digitalisierten, pluralen Gesellschaft verantwortlich zu gestalten.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie grundlegende Fragen von Schule und Unterricht mit heutigen Herausforderungen zusammendenken möchten. Sie richtet sich an:
- Lehrkräfte aller Schularten, die ihr pädagogisches Handeln theoretisch reflektieren wollen
- Schulleitungen und Schulentwicklungsgruppen, die Schulqualität und Schulstruktur kritisch beleuchten
- Studierende und Lehrende in der Lehrerbildung, die schulpädagogische Grundfragen aktuell verorten
- Bildungspolitisch Interessierte, die Reformdiskussionen historisch und systematisch verstehen möchten
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Schulqualität: Unerledigte Aufgaben der Schulpädagogik
Im Editorial Schulqualität: Unerledigte Aufgaben der Schulpädagogik zeigt Doris Knab, dass viele Debatten um gute Schule wiederkehren: Leistung, Gerechtigkeit, Beziehung, Professionalität. Der Beitrag fragt, welche Antworten die Schulpädagogik bislang gegeben hat – und wo sie angesichts gegenwärtiger Herausforderungen nachschärfen muss.
Grundschule – die Schule der Nation
In Grundschule – die Schule der Nation. Überlegungen zum Bildungsauftrag der Grundschule erinnert Renate Valtin daran, welche zentrale Rolle die Grundschule für Chancengerechtigkeit und Bildungsbiografien spielt. Sie diskutiert, wie der Bildungsauftrag angesichts von Heterogenität, Migration und gesellschaftlichem Wandel heute verstanden und umgesetzt werden sollte.
Die Zeit ist reif – Neustrukturierung der Schullandschaft
Der Beitrag Die Zeit ist reif. Die Neustrukturierung unserer Schullandschaft ist überfällig von Helmut Frommer (†) plädiert für eine grundlegende Reform der Schulstruktur. Er analysiert, wo das gegliederte System Selektionsmechanismen verstärkt und welche Alternativen denkbar sind, um Bildungsgerechtigkeit und Durchlässigkeit zu erhöhen.
Lernen heute
In Lernen heute nimmt Diethelm Wahl Lernprozesse selbst in den Blick. Er beschreibt, wie aktuelle Erkenntnisse der Lernforschung – etwa zu Motivation, Selbstregulation, Vorwissen und Feedback – Unterricht und Schulgestaltung prägen sollten, und fragt, welche Konsequenzen sich daraus für die Professionalisierung von Lehrkräften ergeben.
Zwischenruf: Schöne neue KI-Welt
Mit Schöne neue KI-Welt: ein Zwischenruf reagiert Manfred Schnitzler auf die rasante Verbreitung Künstlicher Intelligenz in Bildungszusammenhängen. Der Zwischenruf beleuchtet Hoffnungen und Befürchtungen, stellt pädagogische Leitfragen und mahnt, dass Technikfolgenabschätzung und professionelle Haltung unverzichtbar sind.
Panorama: Algorithmen, Leseförderung und Materialien
Im Panorama werden zwei praxisnahe Perspektiven ergänzt:
- Algorithmen in Softwareprojekten. Eine Unterrichtsidee für den Informatikunterricht im Profilfach IMP(Tobias Bahr) bietet eine konkrete Unterrichtsidee, um algorithmisches Denken und Softwareentwicklung kompetenzorientiert zu thematisieren.
- Leseförderung! Aber wie? Tipps konkret: zur Beilage in Lehren & Lernen im Schuljahr 2023/24 (Jürgen Belgrad, Carmen Huber) gibt handfeste Hinweise, wie Schulen Leseförderung systematisch anlegen können – als Querschnittsaufgabe für alle Fächer.
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- Konkrete Ideen für Informatikunterricht, Leseförderung und digitales Unterrichten
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| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin 23.10.2023
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Kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben von Autorinnen und Autoren aus Praxis und WissenschaftIn 6 Ausgaben pro Jahr werden aktuelle Themen aufgegriffen, intensiv beleuchtet und diskutiert. Im Fokus steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Unterricht und Schulen mit wissenschaftlich fundierten, reflektierten und innovativen Beiträgen für die Praxis. Dabei geht es unter anderem um digitale Schulentwicklung, zeitgemäße Lehr–Lernsettings, Demokratiebildung, selbstorganisiertes Lernen, Leseförderung, Neuropsychologie, Achtsamkeit, Meinungsfreiheit, Gesundheit von Schüler:innen und Lehrer:innen und vieles mehr.Das Redaktionsteam - Schulpraktiker und Wissenschaftler - sorgt für kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben, nicht nur in Baden-Württemberg und sieht sicht als Mittler zwischen Bildungspolitik, Schulalltag und Wissenschaft – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen deren Diskursen immer größer und offensichtlicher wird. Sie erhalten aus erster Hand an der Praxis innovativer Schulen ausgerichtete, wissenschaftlich fundierte Informationen. Preisvorteil von ca. 12 % gegenüber dem Einzelkauf Lehren & Lernen – die günstige und kompetente Bezugsquelle für die Entwicklung zeitgemäßer, personalisierter Lehr-Lernsettings. Abonnenten erhalten beim Kauf von Einzelheften (siehe Archiv) zusätzlich einen Rabatt von 30 % auf den Verkaufspreis der Einzelausgabe. Unsere Zeitschriften sind auch gelistet bei fachzeitungen.de
In diesem verschriftlichten Vortrag diskutiert die Autorin den Ist-Stand an Grundschulen, wobei die Perspektive der Schüler/innen ebenso eine Rolle spielt wie die der Forschungslandschaft. Sie stellt vier Thesen zum Soll- Stand vor, in denen sie einerseits den Bildungsauftrag der Schule zwischen gesellschaftlichen und individuellen Ansprüchen, zwischen Technologie und Ökonomie verortet, andererseits aber auch auf die Empfehlungen der UNESCO-Kommission „Education for the 21st Century“ und abschließend auf die Ressourcenfrage eingeht. Stichwörter: Bildungsauftrag, Grundschule
Künstliche Intelligenz wird in den nächsten Jahren unser Leben maßgeblich verändern, das scheint keine Frage. In diesem Zwischenruf will ich in drei Schritten versuchen, die Herausforderungen zu skizzieren, die sich aus meiner Sicht daraus für die Schule im Allgemeinen und unseren Beruf als Lehrer/in im Besonderen ergeben könnten. Dabei will ich mit einem Analogiebeispiel beginnen, dann auf drei mögliche Konkretionen künstlicher Intelligenz im Umfeld Schule eingehen und abschließend eine mögliche ethische Grundlinie für einen verantwortungsvollen Umgang mit künstlicher Intelligenz im Rahmen von Schule formulieren. Stichwörter: ChatGPT, Künstliche Intelligenz, KI, Schule, Digitale Ethik
Das die Schulsystemebene des Landes Baden-Württemberg adressierende Manuskript zeigt klar alte wie neue Herausforderungen auf, so etwa die soziale Selektivität oder die effektivere Nutzung im System vorhandener Ressourcen. Der Autor arbeitet darüber hinaus klar Schlüsselelemente einer Schulstrukturreform heraus und spannt eine Brücke zwischen der Elementarbildung über die Abschlussprüfungen bis hin zu Fragen der Lehrer/ innenbildung. Stichwörter: Schulstruktur, Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gemeinschaftsschule, Schulentwicklung
Der vorliegende Beitrag lenkt den Fokus auf einige Problemzonen, denen in der Debatte über Schulqualität unsere besondere Aufmerksamkeit gelten sollte. Er nennt vor dem Hintergrund von Schulproblemen und Veränderungswünschen für die Schule Voraussetzungen der Rede von Schulqualität und thematisiert die Bedingungen für die geforderten Qualitäten der Schule Stichwörter: Schulqualität, Qualitätssicherung, Steuerung, Kontrolle, Schulentwicklung, Schulprobleme, Qualitätsbedingungen
Immer mehr Gymnasien und andere Schularten bieten das Profilfach „Informatik – Mathematik – Physik“ (IMP) an. Hierfür, und für den Informatikunterricht insgesamt, liegen Unterrichtsideen und Materialien nicht im gleichen Maß vor wie in anderen Fächern. Der Beitrag stellt eine Unterrichtsidee zum Themenbereich „Algorithmen“ in Klasse 8 vor, die mit agilen Methoden konzipiert wurde. Am Beispiel der Unterrichtseinheit werden agile Methoden erklärt. Stichwörter: Profilfach „Informatik, Mathematik, Physik (IMP)“, Informatik, Agile Methoden, Tandemprogrammierung, Scrum
In dem Beitrag geht der Autor davon aus, dass nach wie vor das fragend-entwickelnde Unterrichtsgespräch die vorherrschende Form des Unterrichtens darstellt. Vor dem Hintergrund deutlicher Lerntempounterschiede und des Matthäus-Effekts stellt er dar, dass es heute insbesondere gilt, ein positives Lernklima zu schaffen, um auf Schüler/innenseite eine hohe Aufmerksamkeit und guten Lernerfolg und auf Lehrer/innenseite eine Entlastung zu generieren. Stichwörter: Osterhasenpädagogik, fragend-entwickelndes Unterrichtsgespräch, Lernen, selbstgesteuertes Lernen, Lerntempo, Matthäus-Effekt, Neurowissenschaft, Sandwich