Lehren & Lernen 11/2016 Kontrapunkte – Pädagogische Gemeinplätze gegen den Strich gelesen
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 11/2016 Kontrapunkte – Pädagogische Gemeinplätze gegen den Strich gelesen"
Inhalt
- Interview mit Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann
- Nur Sprache und Berufsschulunterricht? Was brauchen junge Flüchtlinge wirklich?
- Bildungsplanreform 2016
- Theorie und Praxis des Begriffs „Kompetenz“
- Bilanz der Einführung von Bildungsstandards
- Konfessionell differenzierter islamischer Religionsunterricht?
Panorama
- Schulentwicklung in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg im Vergleich Kooperation und Teamarbeit an deutschen Schulen
- Nachruf auf Helmut Frommer (1932 – 2016)
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 15.11.2016
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Für die Einführung eines konfessionell differenzierten islamischen Religionsunterrichts an den öffentlichen Schulen in Deutschland erscheint es dringend geboten, dass sich alle islamischen Konfessionen auf ein gemeinsames islamisches Kernbekenntnis als Basis für den Religionsunterricht zusammenfinden. Dem Versuch, den islamischen Religionsunterricht etwa im Sinne der aktuellen Einflussnahme der DITIB und anderer Islamverbände auf die deutsche Bildungspolitik für die Politik der Herkunftsländer zu funktionalisieren, wäre dann möglicherweise eher ein Riegel vorzuschieben.
Die Bildungsstandards in Deutschland sind Teil einer umfassenden Reform des Schulsystems, die durch den so genannten PISA-Schock vor 15 Jahren ausgelöst wurde. Die Aufregung um diesen Schock und seine Bearbeitung haben sich gelegt. Geblieben sind die Umsteuerungsinstrumente im Schulsystem vom Input (Lehrpläne) zum Output durch Bildungsstandards und Kompetenzorientierung. Der nachfolgende Bericht von einer Bielefelder Konferenz im November 2015 referiert die dort geführte Diskussion über die Wirkungslosigkeit von globalen Vorgaben, die bei der Umsetzung durch unterschiedliche Akteure unterschiedlich verstanden und umgesetzt werden. Das Verständnis dieser differenten Eigenlogiken erlaubt es, keinen Reformillusionen aufzusitzen und z.B. das Phänomen teaching to the test auch positiv zu nutzen.
Der nachfolgende Beitrag zeigt die unterschiedlichen Schulentwicklungsvorhaben in den Nachbarländern Rheinland- Pfalz und Baden-Württemberg unter wechselnden Koalitionen, immer unter (federführender) Mitbeteiligung der SPD. Es wird deutlich, dass in beiden Bundesländern eine durchgreifende Strukturreform nicht durchsetzbar ist, sich für Baden-Württemberg aber eine Beruhigung der Weiterentwicklung der Gemeinschaftsschule abzeichnet.