Lehren & Lernen 11/2020 | Schule als Keimzelle der Demokratie
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 11/2020 | Schule als Keimzelle der Demokratie "
Zum Thema dieser Ausgabe:
Schule als Keimzelle der Demokratie – Demokratiepädagogik Teil 1
Schule als Keimzelle der Demokratie – Demokratiepädagogik Teil 1 legt das Fundament für eine Reihe zur Demokratiebildung. Die Beiträge zeigen, wie soziale Erfahrungen zum Ausgangspunkt politischen Lernens werden können, wie Prävention durch demokratische Schulkultur gelingt, wie Grundschulen demokratisch erziehen und wie Partizipation, Demokratiepädagogik und politische Bildung zusammenspielen.
Zwischen Sozialprojekten, Beispielen aus baden-württembergischen Schulen, Interviews, fachwissenschaftlichen Stellungnahmen, Leitfaden-Diskussionen und bildungspolitischen Kommentaren wird deutlich: Demokratie beginnt nicht erst im Politikunterricht. Sie entsteht im Miteinander von Schule – im Klassenrat, im Projekt, in Konflikten, in der Art, wie Entscheidungen getroffen werden.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Demokratiepädagogik systematisch in Schule und Unterricht verankern möchten. Sie richtet sich an:
- Lehrkräfte aller Schularten, insbesondere in Politik, Gemeinschaftskunde, Ethik/Religion und Gesellschaftsfächern
- Schulleitungen und Schulentwicklungsgruppen, die demokratische Schulkultur stärken wollen
- Schulsozialarbeit, SMV-Begleitung und außerschulische politische Bildung
- Lehramtsstudierende und Ausbildende, die theoretische und praktische Grundlagen von Demokratiepädagogik brauchen
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Sozialprojekte als Ausgangspunkt politischen Lernens
Im Editorial Sozialprojekte als Ausgangspunkt für politisches Lernen nutzen! Ein Konzept zur politischen Reflexion sozialer Erfahrungen zeigt Alexander Wohnig, wie Projekte im sozialen Bereich – etwa Engagement in Einrichtungen, Nachbarschaftsprojekten oder Umweltaktionen – politische Fragen aufwerfen: Gerechtigkeit, Verantwortung, Teilhabe. Er skizziert, wie Reflexion diese Erfahrungen zu politischem Lernen macht.
Prävention durch Demokratiepädagogik
In Prävention durch Demokratiepädagogik? Beispiele demokratischen Handelns in Schulen aus Baden-Württemberg beschreiben Wolfgang Beutel, Sophia Fruth und Judith Schindler konkrete Schulprojekte: Klassenräte, Beteiligungsforen, Konfliktlotsen, Service-Learning. Sie zeigen, wie demokratische Strukturen Gewalt, Ausgrenzung und Radikalisierung vorbeugen können.
Demokratische Erziehung an der Grundschule Rommelsbach
Demokratische Erziehung an der Grundschule Rommelsbach (Interview von Ulrike Schmid, Julia Ozanna, Rolf Dürr mit zwei Pädagoginnen) gibt Einblick in den Alltag einer Grundschule, die konsequent auf Beteiligung, Mitverantwortung und Gesprächskultur setzt – vom Morgenkreis bis zum Klassenrat.
Partizipation, Demokratiepädagogik und politische Bildung
In Partizipation, Demokratiepädagogik und politische Bildung. Hintergründe und Praxisbeispiele zu Demokratielernen in der Schule ordnet Volker Reinhardt die verschiedenen Begriffe und Traditionen ein und zeigt, wie sie in der Schulpraxis ineinandergreifen können.
Stellungnahme zum „Leitfaden Demokratiebildung“
Die Fachschaft Politikwissenschaft der PHn in Baden-Württemberg nimmt in Zum „Leitfaden Demokratiebildung“ Stellung. Die Autor/innen diskutieren Stärken, Schwächen und Desiderate des Leitfadens aus fachwissenschaftlicher Sicht.
Panorama, Zwischenruf und Für Sie gelesen
Im Panorama:
- Lehren aus den Corona-Schulschließungen, Teil 1. Die Koordinierung von Präsenz- und Fernunterricht ist der Vordergrund, Hintergrund sind sichtbar gewordene pädagogische Defizite (Ulrich Herrmann) reflektiert, wie Pandemieerfahrungen Demokratie und Gerechtigkeit in Schule berühren.
Im Zwischenruf Betr. Lehrermangel – Quereinsteiger Unsere Schulpolitik: gemeingefährlich! kritisiert Georg Lind bildungspolitische Entscheidungen zu Lehrerstellen und Quereinstieg – mit Blick auf demokratische Qualität von Schule.
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- Fundierte Grundlagen zu Demokratiepädagogik, Partizipation und politischem Lernen
- Konkrete Beispiele demokratischen Handelns aus Grundschulen und weiterführenden Schulen
- Kritische Auseinandersetzung mit Leitfaden Demokratiebildung, Schulstruktur und Bildungspolitik
- Literaturtipps für eine reflektierte, demokratieorientierte Schulpraxis
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 19.11.2020
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Schulschließungen infolge der Corona-Pandemie waren ein unerwartetes und demzufolge unvorbereitetes Großexperiment, wie es das deutsche Schulwesen noch nie zu bestehen hatte. Fernunterricht war angesagt. Der vorliegende Artikel thematisiert pädagogische Defizite, die den Fernunterricht charakterisieren, und die Wiederentdeckung der pädagogischen Beziehung als Grundlage erfolgreichen Lehrens und Lernens. Stichwörter: Schulschließung, Fernunterricht, Motivation, pädagogische Beziehung
Sehr vielen Kindern wird wegen des riesigen Lehrermangels, vor allem in Grundschulen und in Brennpunktschulen, eine gründliche Vorbereitung auf das Leben in und durch die Schule vorenthalten. Das ist ein Vergehen an diesen Kindern – und an der Gesellschaft: Dieses Versäumnis wird die Wirtschaft, das Rentensystem und die Strafjustiz noch teuer zu stehen kommen.
Mitte des Jahres 2019 wurde der Leitfaden Demokratiebildung vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg veröffentlicht. Noch vor der Sommerpause erreichten ausgedruckte Fassungen des Leitfadens die Schulen. Auf der Website des Ministeriums wird ergänzend die „aktive Einbeziehung“ von 67 Anhörungspartnern „aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft, Kirche, Politik und Landesverwaltung“ erwähnt (MKJS BW 2019). Aufgrund vermehrter Rückfragen von Lehrpersonen, Schulleiter/innen und von Beschäftigten aus den Hochschulen nach der Stellungnahme der Fachschaft Politikwissenschaft der Pädagogischen Hochschulen Baden- Württembergs – also dem Zusammenschluss aller Professor/-innen für Politikwissenschaft und ihre Didaktik an den Pädagogischen Hochschulen – zu diesem Leitfaden, soll diese nun veröffentlicht werden.
Die hohe Komplexität und die Ferne zur jugendlichen Lebenswelt sind Gründe für das Desinteresse Jugendlicher an institutioneller Politik sowie dem Unterrichtsfach Politik. Werden die bestehenden gesetzlich vorgeschriebenen Partizipationsformen Schülermitverantwortung bzw. Schülervertretung positiv im Schulleben umgesetzt, ist dies für eine weiterführende demokratische Schulentwicklung vorteilhaft. In diesem Beitrag werden aber wichtige weitere Ideen wie Räte, Just-Community sowie politikvernetzte Projektarbeit vorgestellt. Diese führen zu weiteren Beteiligungschancen für Lernende. Zentrale Voraussetzungen für Partizipation in der Schule sind klare und transparente Vereinbarungen über Umfang und Grenzen der Teilhabe, welche für alle am Schulleben beteiligten Personen gelten. Stichwörter: Partizipation, Demokratische Schule, Politische Beteiligung, Demokratiepädagogik, Politisches Lernen
An der Grundschule der Reutlinger Bezirksgemeinde Rommelsbach werden derzeit 194 Schüler/innen in neun Klassen unterrichtet. Ein wesentlicher Baustein ihres Schulprofils ist die demokratische Erziehung mit dem Motto „Demokratie durch Handeln lernen“. Bereits seit Anfang der 2000er Jahre legt die Grundschule besonderen Wert auf die Demokratiebildung. Die seit dem Jahr 2013 im Team Verantwortlichen, die Grundschullehrerin Ulrike Schmid und die Schulsozialarbeiterin Julia Ozanna, berichten im Interview über die Anfänge und die Weiterentwicklung des Vorhabens sowie über Erfolge und Probleme. Stichwörter: Demokratische Erziehung, Handlungsorientierung, Demokratie-Lernen
Demokratiepädagogische Projektarbeit bietet zwar keine Garantie für demokratische Kompetenzentwicklung und die Ausprägung belastbarer demokratischer Wertorientierungen, dennoch gibt es nachweisbare positive Tendenzen in Richtung demokratischer Lern- und Sozialisationsergebnisse. Der Beitrag entfaltet vor dem Hintergrund der Erfahrungen des Schulentwicklungsprojekts „Demokratisch Handeln“ Möglichkeiten, offen nach Anknüpfungspunkten für Demokratie-Lernen in der Schule zu suchen. Für und in der Demokratie zu lernen gründet oftmals auf Anlässen und Herausforderungen, die als „Gelegenheiten“ in der Schule demokratiepädagogisch sichtbar gemacht und genutzt werden können. Stichwörter: Demokratie als Lebensform, Wettbewerbsprojekte, demokratisches Handeln in der Schule
Sozialprojekte erfreuen sich an Schulen großer Beliebtheit. Ob als Sozialpraktikum, als Service-Learning oder als Compassion: Mit Sozialprojekten soll soziales Lernen angeregt werden. Mit ihnen wird aber auch die Hoffnung verbunden, fachliche Bildungsprozesse zu initiieren, bspw. der politischen Bildung. Während Konzepte vorliegen, mit denen jungen Menschen positive Erfahrungen im sozialen Engagement ermöglicht werden, sind solche, die Sozialprojekte als Ausgangspunkt für politische Bildung nutzen, noch weniger verbreitet. Der Beitrag stellt ein solches politikdidaktisches Konzept vor, das auf der Basis umfangreicher empirischer Forschung entwickelt wurde. Stichwörter: Sozialprojekte, Compassion, politisches Lernen, politische Bildung
Kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben von Autorinnen und Autoren aus Praxis und WissenschaftIn 6 Ausgaben pro Jahr werden aktuelle Themen aufgegriffen, intensiv beleuchtet und diskutiert. Im Fokus steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Unterricht und Schulen mit wissenschaftlich fundierten, reflektierten und innovativen Beiträgen für die Praxis. Dabei geht es unter anderem um digitale Schulentwicklung, zeitgemäße Lehr–Lernsettings, Demokratiebildung, selbstorganisiertes Lernen, Leseförderung, Neuropsychologie, Achtsamkeit, Meinungsfreiheit, Gesundheit von Schüler:innen und Lehrer:innen und vieles mehr.Das Redaktionsteam - Schulpraktiker und Wissenschaftler - sorgt für kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben, nicht nur in Baden-Württemberg und sieht sicht als Mittler zwischen Bildungspolitik, Schulalltag und Wissenschaft – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen deren Diskursen immer größer und offensichtlicher wird. Sie erhalten aus erster Hand an der Praxis innovativer Schulen ausgerichtete, wissenschaftlich fundierte Informationen. Preisvorteil von ca. 12 % gegenüber dem Einzelkauf Lehren & Lernen – die günstige und kompetente Bezugsquelle für die Entwicklung zeitgemäßer, personalisierter Lehr-Lernsettings. Abonnenten erhalten beim Kauf von Einzelheften (siehe Archiv) zusätzlich einen Rabatt von 30 % auf den Verkaufspreis der Einzelausgabe. Unsere Zeitschriften sind auch gelistet bei fachzeitungen.de