Lehren & Lernen 2/2021 | Konfliktursachen & Konfliktlösungen im Schulalltag
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 2/2021 | Konfliktursachen & Konfliktlösungen im Schulalltag "
Zum Thema dieser Ausgabe:
Konfliktursachen & Konfliktlösungen im Schulalltag
Konfliktursachen & Konfliktlösungen im Schulalltag stellt Formen von Konflikten in den Mittelpunkt, die Schule täglich prägen – von klassischem Mobbing über Cybermobbing bis zu unterschwelligen Spannungen im Gesprächsalltag. Die Beiträge zeigen, wie Konflikte entstehen, was sie für Kinder und Jugendliche bedeuten und wie Schule präventiv, intervenierend und beziehungsorientiert damit umgehen kann.
Zwischen Fallgeschichten, Studien, Praxisimpulsen, Pandemie-Folgen, „Unterrichtskonserven“, Erfahrungen autistischer Schüler:innen und einem Porträt einer besonderen Schule wird deutlich: Konflikte sind kein Randthema, sondern Teil der Lernumgebung. Wie Schule sie gestaltet, entscheidet mit über Sicherheit, Zugehörigkeit und Lernchancen.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Konflikte im Schulalltag professionell verstehen und bearbeiten möchten. Sie richtet sich an:
- Lehrkräfte aller Schularten, Klassenleitungen, Fach- und Stufenleitungen
- Schulleitungen, Schulsozialarbeit, Beratungslehrkräfte
- Teams in Prävention, Inklusion und Ganztag, die mit herausfordernden Situationen umgehen
- Lehramtsstudierende und Ausbildende, die Konfliktpädagogik fundiert kennenlernen wollen
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Mobbing in der Schule – die Geschichte von Steffi
Im Editorial Mobbing in der Schule. 1. Teil: Die Geschichte von Steffi – Was ist Mobbing? erzählt Karl Gebauer eine exemplarische Mobbinggeschichte und arbeitet Kriterien heraus, die Mobbing von „normalen“ Konflikten unterscheiden: Systematik, Machtgefälle, Wiederholung, Ohnmachtserleben.
Zwei Millionen Schüler/innen sind Opfer von Cybermobbing
In Zwei Millionen Schüler/innen sind Opfer von Cybermobbing. Ergebnisse aus der Studie „Cyberlife III“ (Teilstudie Schülerstudie) des Bündnisses gegen Cybermobbing e. V. stellt Ulrich Herrmann zentrale Zahlen und Befunde vor. Er zeigt, wie verbreitet Cybermobbing ist, welche Formen es annimmt und welche Konsequenzen dies für Prävention und Intervention an Schulen hat.
Mehr regeln statt mehr Regeln – Gespräche sinnvoll nutzen
Johannes Baumann plädiert in Mehr regeln statt mehr Regeln! Gespräche im Schulalltag sinnvoll nutzen dafür, weniger auf neue Vorschriften und stärker auf klärende, deeskalierende Gespräche zu setzen – mit Kindern, Jugendlichen und Kolleg:innen.
Panorama: Corona-Folgen, Unterrichtskonserven und Autismus-Erfahrungen
Im Panorama:
- Lehren aus den Corona-Schulschließungen, Teil III. Corona-Folgen reichen weit über die Schulschließung hinaus: Sie gefährden den Übergang Schule – Berufsausbildung und vertiefen die Spaltung unserer Gesellschaft(Ulrich Herrmann) zeigt, wie pandemiebedingte Brüche Konflikte und Ungleichheiten verschärfen.
- Traumpartner gesucht. Wie Lehrkräfte mit Unterrichtskonserven dealen – nur im Fernunterricht? (Gotthilf G. Hiller) reflektiert, wie vorgefertigte Materialien und digitale „Konserven“ Lehr-Lern-Beziehungen beeinflussen.
- In „Ein bisschen wünschte ich, es wäre anders.“ Ergebnisse einer qualitativen Studie über schulische Erfahrungen autistischer Kinder und Jugendlicher an Gymnasien in Baden-Württemberg gibt Esther Hewitt-Schray Einblick in Wahrnehmungen und Belastungen dieser Schüler/innen – ein wichtiger Beitrag zur inklusiven Konflikt- und Beziehungsgestaltung.
Serie: Die Besondere Schule – Betty-Hirsch-Schule II
In der Serie Die Besondere Schule porträtiert Gerhard Ziener in Den Menschen sehen! Die Betty-Hirsch-Schule II in der Nikolauspflege Stuttgart eine Schule, die Sehbeeinträchtigte und Blinde begleitet. Der Beitrag zeigt, wie achtsame Beziehungsgestaltung, klare Strukturen und individuelle Förderung helfen, Konflikte zu minimieren und Lernen zu ermöglichen.
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- Klar definierte Kriterien und Fallbeispiele zu Mobbing und Cybermobbing
- Praxisnahe Impulse für Gesprächsführung, Prävention und Umgang mit Konflikten
- Einblicke in Pandemie-Folgen, Unterrichtskultur und inklusive Perspektiven
- Inspiration aus einer besonderen Schule, die „den Menschen sieht“
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 18.02.2021
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Mobbing in der Schule ist ein Dauerthema. In Heft 10/2020 dieser Zeitschrift wurde Mobbing als „Diktatur im Klassenzimmer“ thematisiert. Im vorliegenden Beitrag geht es um die äußeren und inneren Merkmale von Mobbing und um die Herausforderungen für Lehrpersonen und Eltern. Abschließend wird ein Handlungsmodell für den konstruktiven Umgang mit Mobbing vorgestellt. – In einem zweiten Teil werden im nächsten Heft Fragen der Prävention und der Auswege aus der Mobbingfalle erörtert. Stichwörter: Mobbing, Ausgrenzung, Handlungskompetenzen von Lehrpersonen und Eltern
Dieser Beitrag stellt die Ergebnisse einer Befragung von 4418 Schüler/innen aus ganz Deutschland bezüglich ihrer Erfahrungen mit Cybermobbing vor, die im Jahr 2020 publiziert wurde. Er bietet damit empirische Grundlagen für die im vorherigen Beitrag von Karl Gebauer vorgestellten Erfahrungswerte zum Umgang mit Mobbing in der Schule. Stichwörter: Cybermobbing, Mediennutzung
Konflikte – insbesondere im Klassenzimmer – sind störend. Aber sie sind in mehr oder weniger ausgeprägter Form alltäglich. Sie zu überwinden oder konstruktiv umzumünzen, ist ein Teil der unvermeidlichen pädagogischen Arbeit jeder Lehrperson. Dabei helfen Regeln. Doch diese scheinen manchmal nicht ausreichend, werden im Kollegium unterschiedlich streng angewandt oder ihre einheitliche Einhaltung wird vergeblich eingefordert. Uneinigkeit besteht häufig auch bei der Anwendung von Konsequenzen oder Sanktionen. Dieser Beitrag plädiert dafür, beim Umgang mit Problemen und Konflikten im schulischen Alltag die Dinge soweit irgend möglich im Gespräch zu regeln. Stichwörter: Regeln, Konfliktmanagement, Gesprächsführung, Pubertät, Prozessqualität, Schulentwicklung
Bildungspolitik ist Sozialpolitik. Schulsystem und Ausbildungssystem sind gekoppelt über Berechtigungen: Abschlüsse als Anschlüsse mit Zugangschancen zum Ausbildungs- und Beschäftigungssystem sind gekoppelt über Qualifikationserwerb und damit durch Zugangs- und Teilhabechancen. Corona-Schulschließungen sind unmittelbar „systemrelevant“, weil sie in die herkömmlichen schulischen Erwerbsmöglichkeiten von Kompetenzen und Berechtigungen eingreifen, die für den Übergang von der Schule in die Berufsausbildung essentiell sind. Schulschließungen und Fernunterricht drohen benachteiligte Kinder und Jugendliche weiter abzuhängen. Der vorliegende Beitrag will zur Klärung dieser Problematik und zu Wegen ihrer Bearbeitung beitragen. Stichwörter: Schulschließungen, Benachteiligung, Chancengerechtigkeit, Übergang Schule – Berufsausbildung, Jugendhilfe, Familienhilfe, Bildungspolitik
Kurzfristig wurden im März 2020 die Schulen geschlossen, Lehrer/innen halten zu ihren Schüler/innen auf digitale Weise Kontakt. So kommt in aller Deutlichkeit an den Tag, was sonst hinter Schulmauern eher verborgen bleibt: Nicht wenige Lehrpersonen dealen bedenkenlos mit Unterrichtskonserven, ohne nach deren Sinn und Nutzen für diejenigen zu fragen, die sie unterrichten. Die folgende Fallstudie zeigt das absurde Theater, das dann entsteht, wenn Lehrpersonen zu einer didaktischen Analyse weder willens noch fähig sind. Berichtet wird aus der Perspektive eines Nachhilfelehrers, der im laufenden Schuljahr vormals unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in ihren Ausbildungen und folglich auch in diesem Fernunterricht unterstützt, den eine süddeutsche Berufsschule inszeniert. Es steht zu vermuten, dass sich an der Unterrichtsqualität nicht allzu viel ändern wird, sollte eines Tages wieder „Normalbetrieb“ möglich werden. Stichwörter: Fernunterricht, junge Geflüchtete, Bildungsbenachteiligung, Lernmaterialien, berufliche Bildung
Die im Rahmen einer Masterarbeit durchgeführte qualitative Studie erforscht das schulische Erleben autistischer Kinder und Jugendlicher an allgemeinbildenden Gymnasien in Baden-Württemberg. Die Ergebnisse einer leitfragengestützten Tagebuchanalyse geben die Faktoren wieder, die aus der Perspektive der Betroffenen als unterstützend oder belastend wahrgenommen werden. Dabei treten in mehreren Aspekten ambivalente Haltungen sowie ein Fokus auf die Relevanz der Beziehung zu den Mitschüler/innen zu Tage. Stichwörter: Autismus-Spektrum, schulische Erfahrungen, Gymnasium, qualitative Studie
Die Betty-Hirsch-Schule II als Teil der Stiftung Nikolauspflege in Stuttgart ist eine besondere Schule in mehrfacher Hinsicht. Sie gehört zu den ältesten Bildungseinrichtungen für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen jeden Alters in Deutschland. Seit dem Schuljahr 2011/12 nimmt die Schule bewusst auch Kinder und Jugendliche ohne Förderbedarf auf. Diese Form der Inklusion nannte man damals noch „umgekehrte“ oder „inverse“ Inklusion. Diese Bezeichnungen sind inzwischen nicht mehr im Gebrauch; das Modell besteht weiterhin und bewegt sich auf den mittleren Schulabschluss zu, und zwar für Jugendliche mit und ohne Förderbedarf im Sehen. Stichwörter: SBBZ, Förderschwerpunkt Sehen, Inklusion, Realschulabschluss
Kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben von Autorinnen und Autoren aus Praxis und WissenschaftIn 6 Ausgaben pro Jahr werden aktuelle Themen aufgegriffen, intensiv beleuchtet und diskutiert. Im Fokus steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Unterricht und Schulen mit wissenschaftlich fundierten, reflektierten und innovativen Beiträgen für die Praxis. Dabei geht es unter anderem um digitale Schulentwicklung, zeitgemäße Lehr–Lernsettings, Demokratiebildung, selbstorganisiertes Lernen, Leseförderung, Neuropsychologie, Achtsamkeit, Meinungsfreiheit, Gesundheit von Schüler:innen und Lehrer:innen und vieles mehr.Das Redaktionsteam - Schulpraktiker und Wissenschaftler - sorgt für kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben, nicht nur in Baden-Württemberg und sieht sicht als Mittler zwischen Bildungspolitik, Schulalltag und Wissenschaft – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen deren Diskursen immer größer und offensichtlicher wird. Sie erhalten aus erster Hand an der Praxis innovativer Schulen ausgerichtete, wissenschaftlich fundierte Informationen. Preisvorteil von ca. 12 % gegenüber dem Einzelkauf Lehren & Lernen – die günstige und kompetente Bezugsquelle für die Entwicklung zeitgemäßer, personalisierter Lehr-Lernsettings. Abonnenten erhalten beim Kauf von Einzelheften (siehe Archiv) zusätzlich einen Rabatt von 30 % auf den Verkaufspreis der Einzelausgabe. Unsere Zeitschriften sind auch gelistet bei fachzeitungen.de