Lehren & Lernen 2/2022 | Folgen von Corona aus ärztlicher Sicht
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 2/2022 | Folgen von Corona aus ärztlicher Sicht "
Zum Thema dieser Ausgabe:
Folgen von Corona aus ärztlicher Sicht
Folgen von Corona aus ärztlicher Sicht rückt jene in den Mittelpunkt, die Kinder und Jugendliche während der Pandemie medizinisch und psychosozial begleitet haben. Die Beiträge zeigen, wie tiefgreifend sich Lockdowns, Schulschließungen und Unsicherheit auf psychische Gesundheit, Familienklima und Kindeswohl ausgewirkt haben – und welche Rolle Schule auf dem Weg aus der Pandemie spielt.
Zwischen psychischen Belastungen, Kindeswohlgefährdung, Depression, verfassungsrechtlichem Bildungsanspruch, Digitalisierung, Reanimationstraining und alternativen Pädagogiken wird deutlich: Corona war nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein bildungspolitisches und psychosoziales Ereignis. Die Ausgabe fragt, wie Schulen mit den Nachwirkungen umgehen und zugleich Handlungsspielräume für Prävention, Unterstützung und gelingendes Lernen nutzen können.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie die medizinischen und psychosozialen Folgen von Corona verstehen und pädagogisch darauf reagieren möchten. Sie richtet sich an:
- Lehrkräfte aller Schularten und Klassenleitungen, die Belastungen bei Schüler/innen wahrnehmen und einordnen müssen
- Schulleitungen, Beratungslehrkräfte und Schulsozialarbeit, die Unterstützungsstrukturen gestalten
- Schulträger, Verwaltung und Bildungspolitik, die Rahmenbedingungen für gesundheitsförderliche Schulen schaffen
- Lehramtsstudierende und Ausbildende, die Pandemieerfahrungen in professionelle Handlungskonzepte übersetzen wollen
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Psychische Belastungen, Kindeswohlgefährdung und Lebensqualität in Familien
Im Editorial Psychische Belastungen, Kindeswohlgefährdung und Lebensqualität in Familien auf dem langen Weg aus der Corona-Pandemie beschreibt Jörg M. Fegert, wie sich Stress, Enge, Unsicherheit und wirtschaftliche Sorgen in vielen Familien niedergeschlagen haben. Der Beitrag zeigt, wo Risiken für Kindeswohlgefährdung gestiegen sind – und welche Signale Schule ernst nehmen muss.
Wie Kinder und Jugendliche in der Pandemie leiden – und wie Schule helfen sollte
In Wie Kinder und Jugendliche in der Corona-Pandemie leiden, und wie die Schule ihnen helfen sollte beleuchtet Gottfried Maria Barth die Sicht aus Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Er beschreibt typische Symptomlagen (Ängste, Rückzug, Aggression, Leistungsabfall) und skizziert, wie Schulen durch Beziehungsarbeit, Struktur, Entlastung und gezielte Unterstützung zur Stabilisierung beitragen können.
Umgang mit depressiven Schüler/innen – Dos und Don’ts für Lehrpersonen
Umgang mit depressiven Schüler/innen: Dos und Don’ts für Lehrpersonen (Gabriel Kornwachs) gibt praxisnahe Orientierung: Wie erkennen Lehrkräfte mögliche depressive Entwicklungen? Was hilft – und was verstärkt die Problematik? Der Beitrag liefert konkrete Hinweise für Gesprächsführung, Zusammenarbeit mit Eltern und Fachstellen sowie Grenzen schulischer Verantwortung.
Panorama: Bildungsrecht, Digitalisierung und Wiederbelebung
Im Panorama öffnet die Ausgabe den Blick auf rechtliche, didaktische und gesundheitsbezogene Fragen:
- Ulrich Herrmann spricht in Eine Sternstunde für das Recht auf schulische Bildung: Das Bundesverfassungsgericht hat Rechtsgeschichte geschrieben über ein Urteil, das das Recht auf Bildung unter Pandemiebedingungen stärkt – mit Konsequenzen für künftige Schulschließungen und Distanzunterricht.
- In Das Tablet – eine zweischneidige Revolution des Unterrichts reflektiert Klaus Zierer Chancen und Risiken digitaler Endgeräte: Wo unterstützen Tablets Lernen nachhaltig – und wo drohen Überforderung, Oberflächlichkeit oder Abhängigkeit?
- Nadine Rott und Bernd W. Böttiger zeigen in Schüler/innen retten Leben. Möglichkeiten des schulischen Einübens von Wiederbelebung, wie Reanimationstrainings an Schulen verankert werden können – ein Beitrag zu Gesundheitsbildung, Selbstwirksamkeit und gesellschaftlicher Verantwortung.
Serie: Lernen ermöglichen. begleiten. fördern. – Arbeiten und Lernen mit Freinet-Pädagogik
In der Serie Lernen ermöglichen. begleiten. fördern. stellt Matthias Riemer in Arbeiten und Lernen mit der Freinet-Pädagogik eine Pädagogik vor, die auf Selbsttätigkeit, Kooperation und produktive Arbeit setzt. Der Beitrag zeigt, wie Freinet-Ansätze Lernende stärken und gerade nach Phasen von Distanz und Passivität neue Erfahrungen von Selbstwirksamkeit ermöglichen können.
Serie: Die Besondere Schule – GWRS Villingendorf
Unter Die Besondere Schule porträtiert Rainer Kropp-Kurta Eine kleine Werkrealschule startet durch: Die GWRS Villingendorf. An diesem Beispiel wird deutlich, wie auch kleinere Schulen mit klaren Konzepten, engagierten Teams und guter Vernetzung Innovationen umsetzen – und ihren Lernenden in unsicheren Zeiten Orientierung und Perspektive geben.
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- Ärztliche und psychologische Einblicke in Belastungen von Kindern, Jugendlichen und Familien
- Konkrete Hinweise, wie Schulen depressive Entwicklungen und Kindeswohlgefährdung erkennen und darauf reagieren können
- Reflexionen zu Bildungsrecht, Digitalisierung und Gesundheitsbildung nach Corona
- Impulse aus Freinet-Pädagogik und Schulporträts für eine stärkende Lernkultur
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 16.02.2022
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Die heute in Deutschland fast vergessene Pädagogik von Célestin Freinet ist einer der Klassiker der Pädagogik der Arbeitsschule, jener Form des Lernens durch praktisches Arbeiten, die sich in der internationalen Reformpädagogik seit über 100 Jahren Maßstäbe setzend für erfolgreiches Lernen bewährt hat. Der vorliegende Beitrag zeigt die Fülle der Lernhandlungen, mit denen die Schüler/innen sich nicht nur Weltwissen aneignen und die Grundlagen legen für die Erweiterungen ihrer intellektuellen Befähigungen, sondern mittels politischkritischem Denken eine wesentliche Förderung ihrer staatsbürgerlichen Persönlichkeitsentwicklung erfahren. Stichwörter: Freinetpädagogik, Arbeitsschule, Praktisches Lernen, Reformpädagogik, Kompetenzentwicklung
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Eltern und Schüler/innen haben vor dem Bundesverfassungsgericht BVG gegen die Maßnahmen der Schulschließungen im Rahmen der Bundesnotbremse II Beschwerde eingelegt: Die Schulschließungen seien zum einen unverhältnismäßig und beeinträchtigten zum andern sowohl die Bildungschancen als auch die freie Gestaltung des Familienlebens. Das BVG hat die Beschwerden mit Verweis auf die allgemeine Corona-Gefahrenlage abgewiesen, aber zugleich ein Grundrecht auf schulische Bildung mit bemerkenswerten Begründungen und Schlussfolgerungen formuliert. Stichwörter: Schulschließungen, Recht auf schulische Bildung, Bildungsverfassungsrecht
Der Umgang mit depressiven Schüler/innen ist eine besondere Herausforderung, auf die Lehrpersonen in ihrer Ausbildung kaum vorbereitet werden. In dem Beitrag werden Hinweise gegeben, was sie tun können, um erstens das Risiko ihrer Schüler/innen zu reduzieren, an einer Depression zu erkranken, zweitens auf Symptome der Depression zu achten und drittens um Fehler im Umgang mit depressiven Schüler/innen zu vermeiden. Stichwörter: Schülergesundheit, Depression, Gesundheitsprävention
Kinder und Jugendliche hatten in der aktuellen Pandemie eine große Last zu tragen und haben durch die Unterwerfung unter zahlreiche Beschränkungen maßgeblich zum Schutz der Älteren beigetragen. Erst im Verlauf der Pandemie wurde bewusst, wie groß die Belastungen für die Kinder und Jugendlichen wirklich waren – und nicht nur für die Jüngsten, sondern auch für Ältere und junge Erwachsene (wie z. B. Student/innen). Entgegen der Befürchtungen zeigten die ersten Schulschließungen einerseits eine Entlastung vom ganz erheblichen normalen Schul-Stress. Andererseits gab es neben dem Defizit an Wissensvermittlung aber eine Unterbrechung im Erlernen und Training psychosozialer Fertigkeiten, weshalb vielen Schüler/innen der Wiedereinstieg in den normalen Schulbetrieb schwergefallen ist. Diese Entlastungen und Belastungen sind an den Notfallaufnahmen auf einer kinder- und jugendpsychiatrischen Kriseninterventionsstation gut abzulesen. Diese Problematik gehört aber auch in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang. Unsere moderne Welt ist mit ihrer überall präsenten Meinungsvielfalt für die Heranwachsenden eine große Herausforderung. Das Bedürfnis nach Halt wird darin immer größer und kann von den oft selbst belasteten Elternhäusern häufig nicht mehr ausreichend befriedigt werden. Deshalb kommt der Schule eine immer größere Bedeutung zu als Ort der psychosozialen Reifung. Stichwörter: Corona-Pandemie, Schulschließung, psychische Belastung, psychiatrische Krisenintervention, psychosoziale Unterstützung
Der vorliegende Artikel skizziert die Hintergründe der aktuellen Coronafolgen-Situation, macht auf Zusammenhänge von familialen Vorbelastungen und coronabedingten Belastungsreaktionen aufmerksam, erläutert die Folgen der Schulschließungen für die Kindheit und Jugendzeit als kritische Übergangsphasen mit spezifischen Entwicklungsaufgaben und hebt die Bedeutung der Schule und der Lehrpersonen hervor für die Erkennung und den Umgang mit Kindeswohlgefährdung und Coronafolgen bei den Schüler/innen. Stichwörter: Coronafolgen, Kindeswohl, Schulschließungen, Elternberatung
Kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben von Autorinnen und Autoren aus Praxis und WissenschaftIn 6 Ausgaben pro Jahr werden aktuelle Themen aufgegriffen, intensiv beleuchtet und diskutiert. Im Fokus steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Unterricht und Schulen mit wissenschaftlich fundierten, reflektierten und innovativen Beiträgen für die Praxis. Dabei geht es unter anderem um digitale Schulentwicklung, zeitgemäße Lehr–Lernsettings, Demokratiebildung, selbstorganisiertes Lernen, Leseförderung, Neuropsychologie, Achtsamkeit, Meinungsfreiheit, Gesundheit von Schüler:innen und Lehrer:innen und vieles mehr.Das Redaktionsteam - Schulpraktiker und Wissenschaftler - sorgt für kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben, nicht nur in Baden-Württemberg und sieht sicht als Mittler zwischen Bildungspolitik, Schulalltag und Wissenschaft – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen deren Diskursen immer größer und offensichtlicher wird. Sie erhalten aus erster Hand an der Praxis innovativer Schulen ausgerichtete, wissenschaftlich fundierte Informationen. Preisvorteil von ca. 12 % gegenüber dem Einzelkauf Lehren & Lernen – die günstige und kompetente Bezugsquelle für die Entwicklung zeitgemäßer, personalisierter Lehr-Lernsettings. Abonnenten erhalten beim Kauf von Einzelheften (siehe Archiv) zusätzlich einen Rabatt von 30 % auf den Verkaufspreis der Einzelausgabe. Unsere Zeitschriften sind auch gelistet bei fachzeitungen.de