Lehren & Lernen 2/2025 Geschichtsbewusstsein und historisches Denken fördern – aktuell so wichtig wie nie?!
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 2/2025 Geschichtsbewusstsein und historisches Denken fördern – aktuell so wichtig wie nie?!"
Unsere Gegenwart ist von Krisen, Unsicherheit und konkurrierenden Deutungen geprägt. Umso wichtiger ist es, Schüler/innen zu befähigen, die Vergangenheit kritisch zu reflektieren und sich in einer komplexen Welt zu orientieren. Die April-Ausgabe 2025 der Zeitschrift Lehren & Lernen widmet sich dem geschichtsbewussten Denken als Schlüsselkompetenz – praxisnah, inklusiv und didaktisch fundiert.
Historisches Lernen als Beitrag zur Demokratiebildung
Die Beiträge dieser Ausgabe zeigen, wie historisches Denken gefördert werden kann – auch in heterogenen Lerngruppen:
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Narration und Neugier als Türöffner
Jörg van Norden führt in die geschichtsdidaktischen Grundlagen ein und plädiert für offene Denkräume, in denen historische Kritikfähigkeit wachsen kann. -
Historisch Denken lernen für die Demokratie
Heike Krösche verknüpft Konzepte historischer, politischer und demokratischer Bildung – mit dem Ziel einer mündigen, geschichtsbewussten Bürgerschaft. -
Inklusives historisches Lernen
Eva-Kristina Franz zeigt, wie alle Kinder – unabhängig von Förderbedarf – Zugang zu historischem Denken erhalten können. -
Spielzeug als Medium der Geschichtskultur
Anabelle Thurn macht Vorschläge, wie bereits in der Grundschule mit Playmobilfiguren geschichtskulturelle Kompetenzen spielerisch aufgebaut werden können. -
Mythen im Unterricht dekodieren
Felix Hinz analysiert Mythen als Deutungsmuster und diskutiert deren Potenzial für kritisches historisches Denken. -
Gedenkstättenpädagogik in der Grundschule
Alexandra Flügel und Irina Landrock beschreiben konkrete Angebote und didaktische Anforderungen für Kinder. -
Mehrsprachigkeit im historischen Lernen
Katja Schwemmer und Anabelle Thurn entwickeln didaktische Ansätze für historisches Lernen in sprachlich diversen Klassen. -
Problemorientierte Einstiege gestalten
Florian Hellberg zeigt, wie aktuelle erinnerungspolitische Debatten – wie die Umbenennung von Straßen – in den Unterricht eingebunden werden können.
Weitere Themen
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KI in Schule und Hochschule
Die Serie „KI – Intelligenz aus der Steckdose“ widmet sich diesmal dem Umgang mit künstlicher Intelligenz in der Oberstufe und der Lehramtsausbildung. -
VERA-Daten wirkungsvoll nutzen
Johannes Baumann erläutert, warum es häufig an der Umsetzung scheitert – und was sich ändern muss.
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✔ Praxisorientierte Beispiele für alle Schulstufen
✔ Inklusive, sprachsensible und demokratiestärkende Perspektiven
✔ Aktuelle Diskussionen zu KI und Bildungsdaten
| Produkttyp: | Zeitschrift |
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Format: DIN A4
Seitenzahl: 58 Seiten
Erscheinungstermin: 24.04.2025
Zugehörige Titel
Der Artikel führt in den aktuellen Stand der Geschichtsdidaktik ein, indem er das Paradigma des narrativen Konstruktivismus entfaltet. Ziel und Methode historischen Lernens ist Kritikfähigkeit, die sich im Umgang mit Überlieferung und eigenen Narrationen beweist. Neu und weiterführend ist der Versuch, über Neugier und das Pathos leerer Vergangenheit Möglichkeitsräume für historisches Denken zu öffnen, die es erlauben, konventionelle Denkmuster zu transzendieren.Stichwörter: Geschichtsschreibung, Geschichtsbewusstsein, Materialität, Befremden, Neugier, Kritik
Das abnehmende Vertrauen in die Handlungsfähigkeit demokratischer Institutionen und zunehmend demokratiefeindliche Einstellungen haben zur Folge, dass an Demokratiebildung, politische Bildung und historische Bildung die Anforderung herangetragen wird, passende Bildungsangebote zur Stabilisierung der Demokratie bereitzustellen. Jedoch liegen Demokratiebildung, politischer Bildung und historischer Bildung unterschiedliche Konzepte und Zielsetzungen zugrunde, die im Folgenden zunächst erläutert und zu bildungspolitischen Strategiepapieren in Beziehung gesetzt werden. Aus der Diskussion des Potenzials historischen Denkens für die Demokratiebildung wird schließlich das Leitbild geschichtskritischer, mündiger Bürger/innen abgeleitet.Stichwörter: Demokratiebildung, historisch Denken, historisch-politische Bildung, Orientierungsfähigkeit, Mündigkeit
Geschichte basiert auf Quellen und erfordert Faktenwissen, methodische Fähigkeiten und Vorstellungskraft, um Zusammenhänge zu erkennen (Pandel 2010). Während Geschichte lange als zu abstrakt für junge oder lernherausgeforderte Kinder galt, geht die Fachdidaktik heute davon aus, dass alle Schüler/innen Geschichtsbewusstsein entwickeln können (Alavi/Franz 2017). Inklusion sollte dabei auch inhaltlich umgesetzt werden, etwa durch Themen wie Disability History, Ethnie oder soziale Ungleichheit. Der Beitrag zeigt, wie inklusives historisches Lernen praxisnah gestaltet werden kann, ohne bestehende didaktische Ansätze grundlegend zu verändern.Stichwörter: Historisches Denken, Didaktik, Inklusion
Die Förderung der geschichtskulturellen Kompetenz ist essenziell, um die Urteilsfähigkeit von Schüler/innen im Umgang mit geschichtskulturellen Darstellungen zu stärken. Bereits in der Grundschule können sie lernen, zwischen glaubwürdigen, falschen und voreingenommenen Informationen zu unterscheiden. Der Beitrag plädiert dafür, durch die Analyse von Objektivationen der Geschichtskultur, wie z. B. Playmobil®-Spielfiguren, die Dekonstruktionskompetenz spielerisch zu fördern und einen reflektierten Umgang mit Geschichte anzubahnen.Stichwörter: Spielzeug, Geschichtskultur, geschichtskulturelle Kompetenz, (in)formelles historisches Lernen
Dieser Beitrag definiert, was im Hinblick auf das Fach Geschichte unter dem Begriff „Mythos“ verstanden werden kann und welche Bedeutung Mythen für den Unterricht haben bzw. welches Potenzial in ihnen steckt. Um dies herzuleiten, werden erstens eine Mythen-Typologie und auf dieser Basis zweitens für den Umgang mit Mythen notwendige Kompetenzen vorgestellt, um den Bildungswert von Mythen ausschöpfen zu können.Stichwörter: Mythos, Verschwörungstheorie, Kompetenzen, Bildungswert, Unterrichtspraxis
Problemorientierte Einstiege mit einer problemorientierten Leitfrage ermöglichen Sach- und Werturteile im kompetenzorientierten Geschichtsunterricht. Gerade am Beispiel der Frage nach der Umbenennung von öffentlichen Plätzen und Straßen können geschichtskulturelle und erinnerungspolitische Debatten in den Unterricht einbezogen werden. Das unterrichtspraktische Beispiel ermöglicht die Entwicklung einer problemorientierten Leitfrage nach der Umbenennung der Hindenburgstraße am regionalgeschichtlichen Beispiel.Stichwörter: Unterrichtseinstieg, Geschichtsunterricht, Problemorientierung, Kompetenzorientierung, Leitfrage
Nachdem ChatGPT und andere KI-Anwendungen kostenlos und leicht zugänglich sind, stellt sich auch für Hochschulen die Frage nach dem Umgang mit diesen Möglichkeiten. Studien zeigen, dass Studierende KI-Tools überwiegend nutzen, die Nutzung aber unterschiedlich häufig und verschieden geschieht. Die Hochschulen beginnen darauf zu reagieren. Diese Überlegungen erscheinen auch für die (gymnasiale) Oberstufe relevant.Stichwörter: Täuschungen, Plagiate, ChatGPT, Künstliche Intelligenz, Studierende
Vergleichsarbeiten (VERA 3 und 8) gehören mittlerweile zum selbstverständlichen, sich jährlich wiederholenden Ritual an jeder Schule. Trotz oder gerade wegen der Flankierung durch die Ziel- und Leistungsvereinbarungen stellt sich immer wieder die Frage nach ihrem Sinn und Ertrag für die Schulen. Fällt dieser nur wegen der Unfähigkeit der Schulen, mit den VERA-Ergebnissen konstruktiv umzugehen, meist wenig greifbar und eher wirkungslos erscheinend aus? Mit diesen Fragen setzt sich der untenstehende Beitrag auseinander.Stichwörter: VERA, datengestützte Schulentwicklung, Ziel- und Leistungsvereinbarung, Outputsteuerung
In diesem Beitrag wird das Feld der Gedenkstättenarbeit mit Kindern skizziert und hinsichtlich der pädagogischen und didaktischen Praxisanforderungen als Forschungsdesiderat ausgewiesen. Ausgehend von einer Darstellung divergierender Anforderungen an die Gedenkstättenarbeit im Allgemeinen wird eine Forschungsperspektive auf die Spezifik des historisch-politischen Lernens mit Grundschulkindern am außerschulischen Lernort Gedenkstätte entworfen.Stichwörter: Gedenkstättenpädagogik, außerschulischer Lernort, historisch-politisches Lernen, Gedenkstätte
Vor dem Hintergrund der (erst)sprachlichen Heterogenität in vielen Schulklassen sowie der Tatsache, dass Sprache und historisches Lernen eng verwoben sind, präsentiert dieser Beitrag didaktische Implikationen für zweiund mehrsprachiges historisches Lernen im Sachunterricht. Die Unterrichtsvorschläge basieren auf geschichts-, fremdsprachen- und mehrsprachigkeitsdidaktischen Erkenntnissen sowie einer aktuellen Pilotstudie. Sie widmen sich dem begriffskomparativen Lernen etwa mittels der Kontrastierung der Begriffe story und history.Stichwörter: Bilingualer Unterricht, CLIL, Mehrsprachigkeit, Frühes historisches Lernen, komparatives Begriffslernen, Heterogenität