Lehren & Lernen 4/2026 | Neugier
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 4/2026 | Neugier"
Zum Thema dieser Ausgabe:
Neugier – Motor für Lernen und Entwicklung
Neugier steht im Zentrum dieser Ausgabe – als grundlegende Triebkraft von Lernen, Entwicklung und Erkenntnis. Die Beiträge zeigen, wie Neugier bei Kindern und Jugendlichen entsteht, wie sie sich im Lebenslauf verändert und welche Rolle Emotionen, Körper, Bewegung und Umgebung dabei spielen. Neugier wird nicht nur als individuelles Gefühl verstanden, sondern als gestaltbare Ressource: für Unterricht, Schulentwicklung und Leitungshandeln.
Zwischen theoretischen Modellen, empirischen Studien, praktischen Unterrichtsbeispielen und außergewöhnlichen Lernorten wird deutlich, wie vielfältig Neugier im schulischen Alltag angeregt werden kann: im Mathematikunterricht, in historischen Themenwelten, in außergewöhnlichen Kontexten wie einer Schule für Geflüchtete – und in der professionellen Weiterentwicklung von Lehrkräften und Schulleitungen.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Neugier im Unterricht und in Bildungsorganisationen bewusst fördern und verstehen möchten. Sie richtet sich an:
- Lehrkräfte aller Schularten, die Lernumgebungen neugierigkeits- und motivförderlich gestalten wollen
- Fachlehrkräfte in Mathematik, Geschichte und Gesellschaftsfächern, die fachspezifische Zugänge zu Neugier suchen
- Schulleitungen und Personen mit Leitungsaufgaben, die Neugier als Ressource für professionelles Handeln nutzen möchten
- Lehramtsstudierende, Forschende und Ausbildende, die sich mit der Entwicklung und Bedeutung von Neugier wissenschaftlich auseinandersetzen
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Neugier: Theorien und Implikationen für den Schulunterricht
M. W. H. Spitzer, E. Richter, A. Jung, J. Mannich, M. Mückstein und L. Frede geben in Neugier: Theorien und Implikationen für den Schulunterricht einen Überblick über zentrale theoretische Ansätze zu Neugier. Sie zeigen, wie unterschiedliche Neugierkonzepte – etwa informations-, diversions- oder epistemische Neugier – verstanden werden können und welche Schlussfolgerungen sich daraus für die Gestaltung von Unterricht ergeben.
Entwicklung, Entstehung und Nutzen von Neugier bei Kindern und Jugendlichen
In Die Entwicklung, Entstehung und der Nutzen von Neugier bei Kindern und Jugendlichen beleuchten Billur Yaran, Lea Stulz und Yana Fandakova, wie sich Neugier über die Kindheit und Jugend hinweg verändert. Der Beitrag zeigt, welche Faktoren Neugier begünstigen oder hemmen, welchen Einfluss sie auf Lernen, Exploration und Selbstregulation hat und warum eine neugierfreundliche Lernumgebung für Bildungsbiografien so bedeutsam ist.
Embodied Curiosity im Klassenzimmer – verkörperte Neugier
Venera Gashaj und Korbinian Moeller rücken in Embodied Curiosity im Klassenzimmer. Wie verkörperte Neugier Lernen, Emotionen und Bewegung verbindet die körperliche Dimension von Neugier in den Vordergrund. Sie zeigen, wie Bewegung, Gestik, Blickverhalten und räumliche Anordnung mit neugierigem Erkundungsverhalten zusammenhängen – und wie Unterricht gestaltet werden kann, der diese „verkörperte Neugier“ nutzt, statt sie zu unterdrücken.
Neugier für Mathematik wecken
In Wie lässt sich Neugier für Mathematik im Schulunterricht wecken? entwickeln Luisa Frede, Eileen Richter und Markus Wolfgang Hermann Spitzer konkrete Impulse für den Mathematikunterricht. Der Beitrag zeigt, wie offene Fragestellungen, überraschende Phänomene, produktive Irritationen und entdeckendes Arbeiten genutzt werden können, um Neugier für mathematische Inhalte zu entfachen – auch bei Lernenden, die sich selbst nicht als „Mathe-Typen“ sehen.
Themenparks und Neugier – historische Themenwelten als Lernorte
Anabelle Thurn widmet sich in Themenparks und Neugier. Historische Themenwelten und ihr Potenzial für Neugier- und Lernverhalten außerschulischen Lernorten. Am Beispiel historischer Themenwelten wird deutlich, wie solche Settings Neugier an Geschichte, Vergangenheit und kulturellen Deutungen wecken können – und wie Schulen dieses Potenzial didaktisch nutzen können, ohne in reine Eventpädagogik zu verfallen.
Panorama: Neugier in außergewöhnlichen Kontexten
Im Panorama berichten Silke Fischer, Luisa Kähne und Yusef El Damaty in „Ja, wir haben das halt auf die Bedürfnisse der Leute zugeschnitten, individuell.“ Tübinger Masterstudierende erforschen im Nordirak eine Schule für Geflüchtete von einem besonderen Forschungs- und Lernprojekt. Der Beitrag zeigt, wie Neugier auf Menschen, Kontexte und Bildungsbiografien zu einem Motor für Forschung, Verständigung und professionelles Lernen wird – und wie Schule unter herausfordernden Bedingungen gestaltet werden kann.
Neugier als Ressource für Leitungsaufgaben
In Neugier als Ressource für Leitungsaufgaben in Bildungsorganisationen entwickeln beleuchten Ulrich Iberer und Maria Kondratjuk, welche Rolle Neugier im Führungshandeln spielt. Sie zeigen, wie neugierige Haltungen – etwa Offenheit für Ungeplantes, Interesse an Perspektiven anderer und Lust am Experimentieren – Leitung in Schule und anderen Bildungsorganisationen stärken können, und diskutieren, wie diese Haltungen gezielt entwickelt werden können.
LernDialog: Wenn professionelles Handeln sichtbar wird
Unter der Rubrik LernDialog beschreibt Sandra Ritschmann in Steuern reicht nicht. Der LernDialog macht professionelles Handeln im Unterricht sichtbar, wie der LernDialog als Reflexionsformat dazu beitragen kann, neugierig auf das eigene Unterrichten zu bleiben. Der Beitrag zeigt, wie Lehrkräfte durch strukturierte Dialoge über Lernen und Unterricht neue Einsichten gewinnen, Routinen hinterfragen und so ihre professionelle Praxis weiterentwickeln.
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- Fundierte Einblicke in Theorien und Entwicklungsverläufe von Neugier
- Konkrete Impulse, wie Neugier im Mathematikunterricht und in historischen Lernwelten geweckt werden kann
- Anregungen zur Gestaltung von embodied curiosity und neugierfreundlichen Lernumgebungen
- Perspektiven darauf, wie Neugier professionelle Entwicklung und Leitungshandeln in Bildungsorganisationen bereichert
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Format: DIN A4
Seitenzahl: 46 Seiten
Erscheinungstermin: 22.06.2026
Zugehörige Titel
Kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben von Autorinnen und Autoren aus Praxis und WissenschaftIn 6 Ausgaben pro Jahr werden aktuelle Themen aufgegriffen, intensiv beleuchtet und diskutiert. Im Fokus steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Unterricht und Schulen mit wissenschaftlich fundierten, reflektierten und innovativen Beiträgen für die Praxis. Dabei geht es unter anderem um digitale Schulentwicklung, zeitgemäße Lehr–Lernsettings, Demokratiebildung, selbstorganisiertes Lernen, Leseförderung, Neuropsychologie, Achtsamkeit, Meinungsfreiheit, Gesundheit von Schüler:innen und Lehrer:innen und vieles mehr.Das Redaktionsteam - Schulpraktiker und Wissenschaftler - sorgt für kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben, nicht nur in Baden-Württemberg und sieht sicht als Mittler zwischen Bildungspolitik, Schulalltag und Wissenschaft – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen deren Diskursen immer größer und offensichtlicher wird. Sie erhalten aus erster Hand an der Praxis innovativer Schulen ausgerichtete, wissenschaftlich fundierte Informationen. Preisvorteil von ca. 12 % gegenüber dem Einzelkauf Lehren & Lernen – die günstige und kompetente Bezugsquelle für die Entwicklung zeitgemäßer, personalisierter Lehr-Lernsettings. Abonnenten erhalten beim Kauf von Einzelheften (siehe Archiv) zusätzlich einen Rabatt von 30 % auf den Verkaufspreis der Einzelausgabe. Unsere Zeitschriften sind auch gelistet bei fachzeitungen.de
Neugier ist eine der zentralen Antriebskräfte kindlichen Lernens. In der psychologischen Forschung wurden drei Ansätze entwickelt, die erklären, wann und warum Neugier entsteht: die Novelty Theory, die Information- Gap Theory und der Rational Account of Curiosity. In diesem Beitrag stellen wir diese Theorien vor, übertragen sie auf den schulischen Kontext und zeigen, wie Lehrkräfte und Pädagogen gezielt Neugier fördern können, um Lernprozesse zu unterstützen. Abschließend skizzieren wir offene Fragen für die zukünftige Forschung. InhaltsübersichtTitel: Neugier: Theorien und Implikationen für den SchulunterrichtAus dem Inhalt: Neugier < Wissenslücken < intrinsische Motivation < Grundschule, Lernen Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 4/2026: Neugier". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Neugier wird als starke Motivation nach neuen Informationen und Wissen definiert und spielt eine zentrale Rolle für Lern- und Gedächtnisprozesse. Während zahlreiche Studien die Funktion von Neugier vor allem im Erwachsenenalter untersuchen, ist ihre Entwicklung über die Lebensspanne hinweg bislang weniger gut beschrieben. Die Forschung zeigt jedoch, dass Neugier bereits im Säuglingsalter beginnt und sich bis ins hohe Alter in unterschiedlichen Formen äußert: In der frühen Kindheit vor allem körperlich-emotional, im Schulalter stärker epistemisch und im Jugendalter, mit der Ausbildung stabiler Interessen, in zunehmend spezifischer Ausprägung. Diese entwicklungsabhängigen Veränderungen der Neugier sowie des neugierbasierten Lernens spiegeln sich auch in der neuronalen Reifung des Gehirns wider. Unabhängig vom Alter profitieren Kinder und Jugendliche zudem konsistent von neugierbasierten Lernzuständen. Sie lernen tiefer, erinnern sich besser und zeigen ein erhöhtes Explorationsverhalten, wenn Neugier geweckt wird. Um die Kraft der Neugier im Bildungswesen wirksam zu nutzen, sind jedoch konkrete, altersangepasst gestaltete Lerngelegenheiten notwendig, die neugierbasiertes Lernen gezielt anregen und unterstützen. InhaltsübersichtTitel: Die Entwicklung, Entstehung und der Nutzen von Neugier bei Kindern und JugendlichenAus dem Inhalt: Neugie < Lernen < Gedächtnisentwicklung < Bildung Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 4/2026: Neugier" Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Neugier gilt als zentraler Motor von Lernprozessen, wird jedoch häufig primär kognitiv betrachtet. Der vorliegende Beitrag führt die Idee der sogenannten Embodied Curiosity ein, die Neugier als Zusammenspiel von Körper, Emotion und (sozialem) Kontext beschreibt. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir, wie sinnlich-motorische Erfahrungen Lernen strukturieren und vertiefen können. Von theoretischen Grundlagen aus Philosophie, Psychologie und Bildungswissenschaften leiten wir didaktische Ideen für die Gestaltung neugierförderlicher Lernräume ab. InhaltsübersichtTitel: Embodied Curiosity im Klassenzimmer. Wie verkörperte Neugier Lernen, Emotionen und Bewegung verbindetAus dem Inhalt: Embodied Curiosity < Embodied Cognition < Neugier < Bewegung < Lernen Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 4/2026: Neugier" Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Viele Kinder finden Mathematik langweilig und haben Schwierigkeiten beim Mathematiklernen. Gleichzeitig deuten aktuelle Theorien und Forschungsergebnisse darauf hin, dass Neugier durch das Bewusstwerden von Wissenslücken entsteht. In diesem Beitrag stellen wir eine experimentelle Studie vor, in der wir untersucht haben, ob – und wenn ja, auf welche Weise – Neugier beim Lernen rationaler Zahlen im Mathematikunterricht angeregt werden kann. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die gezielte Veranschaulichung moderater Wissenslücken die Neugier fördert, was sich in einer erhöhten Bereitschaft zum Lesen von Lernmaterialien widerspiegelt. Damit liefern unsere Befunde Hinweise darauf, dass Theorien zur Neugier erfolgreich auf das Mathematiklernen übertragen werden können. InhaltsübersichtTitel: Wie lässt sich Neugier für Mathematik im Schulunterricht wecken?Aus dem Inhalt: Neugier < Wissenslücken < Motivation < Grundschule < Sekundarstufe < Mathematik < Lernen Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 4/2026: Neugier" Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Der Beitrag fragt nach dem durch Neugier affizierten Lernpotenzial von historisierenden Darstellungen in Themenparks für das historische Lernen im Geschichts- und Sachunterricht. Dazu werden Themenparkstudien vorgestellt und ihre Berührungspunkte mit der Rezeptionsgeschichte bzw. der Geschichtsdidaktik ausgewiesen. Neugier wird als Motivation betrachtet, die Besucher/innen dazu bewegt, sich den Unterhaltungsangeboten in Themenparks zuzuwenden, sowie Lernende dazu, (historische) Fragen zu stellen. Als Beispiel wird der Themenbereich Griechenland im Europa-Park in Rust nahe Freiburg vorgestellt. InhaltsübersichtTitel: Themenparks und NeugierAus dem Inhalt: Themenparks < Geschichtskultur < Historisches Lernen < Neugier Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 4/2026: Neugier" Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Unter dramatischen Umständen entstand im Nordirak eine Schule – „Our Bridge“ – für geflüchtete Kinder. Drei Masterstudierende der Universität Tübingen reisten auf eine Einladung hin an diese Schule. Sie erhoben zum einen Daten für ihre Masterarbeiten und folgten andererseits dem Auftrag, Empfehlungen für eine Weiterentwicklung der Schule zu geben. InhaltsübersichtTitel: „Ja, wir haben das halt auf die Bedürfnisse der Leute zugeschnitten, individuell.“Aus dem Inhalt: Bildung für Geflüchtete < School Development at Refugee Camps < Educational Governance < Schüler-Lehrer-Beziehung < Schulfunktionen < Leitbild schulischer Bildung < Master Schulforschung und Schulentwicklung Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 4/2026: Neugier" Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.