Lehren & Lernen 5/2016 Lehrerbildung – Lehramtsstudium in Baden-Württemberg; Gemeinschaftsschule im
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 5/2016 Lehrerbildung – Lehramtsstudium in Baden-Württemberg; Gemeinschaftsschule im"
Inhalt
Lehrerbildung – Lehramtsstudium in Baden-Württemberg
- Der Master-Studiengang „Schulforschung – Schulentwicklung“ an der Universität Tübingen
- Der Master-Studiengang als Landgewinn – Ein Erfahrungsbericht
- Das Konstanzer BA/MA-Modell im Studiengang Lehramt Gymnasium
Gemeinschaftsschule im Ländervergleich
- Perspektiven der GMS im Saarland
- Die Thüringer GMS – ein Evaluationsbericht
- Gemeinschaftsschule in Schleswig-Holstein
- Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung der GMS in Baden-Württemberg (WissGem)
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 20.05.2016
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Im Dezember 2013 beschloss der Ministerrat von Baden-Württemberg die Eckpunkte zur Reform der Ausbildung von Lehrer/-innen an den Universitäten und Hochschulen des Landes. Zentraler Punkt des Beschlusses war die Umstellung der Lehramtsstudiengänge vom zwar modularisierten, zeitlich aber kohärenten Staatsexamensstudiengang auf die zweistufige Bachelor- und Masterstruktur (BA/MA) zum Wintersemester 2015/16 an den lehrerbildenden Universitäten und Hochschulen des Landes. Die Umstrukturierung sollte es unter anderem ermöglichen, dass die Studierenden sich erst dann verbindlich für den Beruf der Lehrerin/des Lehrers entscheiden müssen, „nachdem sie im Bachelor bereits Erfahrungen gesammelt haben. Bis dahin bleibe die Möglichkeit offen, sich auch anderen Studiengängen zuzuwenden“, wie die Wissenschaftsministerin des Landes in einer Pressemitteilung betonte.
Seit Beginn dieses Jahrzehnts wird die Schulstruktur in der Sekundarstufe I des Saarlands massiv verändert: Sämtliche Schulformen jenseits des Gymnasiums – also ursprünglich Hauptschulen, Realschulen und Gesamtschulen – wurden zu einer gemeinsamen Schulform, der „Gemeinschaftsschule“ zusammengefasst (Tillmann 2012b). Im Saarland gibt es gegenwärtig (2015) 28 Gymnasien und 70 Gemeinschaftsschulen. Von diesen Gemeinschaftsschulen sind 53 aus den ehemaligen „Erweiterten Realschulen“ und 17 aus ehemaligen integrierten Gesamtschulen hervorgegangen. Das bedeutet: Im Saarland existiert jetzt ein zweigliedriges Schulsystem, in dem beide Säulen den Weg zum Abitur anbieten. Hier stellt sich die Frage, ob auf diese Weise neben dem Gymnasium tatsächlich eine „gleichwertige Säule“ geschaffen wurde (Arbeitskammer 2015, 305). Diese Frage wird die folgenden Überlegungen begleiten.
„Land unter“ oder „Neue Ufer in Sicht“? Täglich neue Herausforderungen im Schulalltag. Täglich die Erfahrung des Missverhältnisses von Aufwand und Ertrag, wenn nicht gar der Erfolglosigkeit, in der man schier unterzugehen droht. Aber „Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch“, Hölderlin, Tübingen. Ein Erfahrungsbericht aus dem Tübinger Master-Studiengang „Schulforschung und Schulentwicklung“: mehr als nur ein Rettungsring – Landgewinn: Festland!
Der Masterstudiengang „Schulforschung und Schulentwicklung“ schließt eine sehr wichtige Qualifizierungslücke: Forschung und wissenschaftliche Erkenntnisse als Basis für Schul- und Unterrichtsentwicklung. Meist gibt es hier keine einfachen Lösungen oder Handlungsanleitungen. Entwicklungsprozesse können nachhaltiger implementiert werden, wenn sie forschungsbasiert konzipiert werden. Einer einfachen Praxeologie tritt der Studiengang daher mit fundiertem und reflektiertem Wissen entgegen.
Die Forschungsgruppe Schulevaluation der Technischen Universität Dresden hat ausgewählte Thüringer Gemeinschaftsschulen (TGS) vier Jahre lang wissenschaftlich begleitet. In Thüringen bestehen 54 GMS, davon 36 in staatlicher und 18 in freier Trägerschaft. Im Folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse des vom Thüringer Kultusministerium freigegebenen Abschlussberichts referiert.