Lehren & Lernen 5/2022 | Qualität in Schule und Unterricht
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 5/2022 | Qualität in Schule und Unterricht "
Zum Thema dieser Ausgabe:
Qualität in Schule und Unterricht
Qualität in Schule und Unterricht rückt eine Frage ins Zentrum, die in allen Diskussionen über Bildung mitschwingt: Woran erkennen wir eigentlich gute Schulen und guten Unterricht – und wie kann Qualität systematisch weiterentwickelt werden? Die Beiträge verbinden evidenzbasierte Kriterien mit Perspektiven von Eltern, Schulleitungen und Lehrkräften und zeigen, wie Qualitätsmanagement so gestaltet werden kann, dass es nicht zur Bürokratieübung, sondern zum Motor von Schulentwicklung wird.
Zwischen Forschungsbefunden, Prozessstandards, Schulleitungswechsel, Schulprofil, sozialer Ungleichheit, Lehrplänen und der fachpädagogischen Rolle von Lehrpersonen wird deutlich: Qualität ist kein starres Etikett, sondern das Ergebnis fortlaufender gemeinsamer Arbeit. Die Ausgabe zeigt, wie Schulen Orientierung gewinnen können – ohne ihre Eigenart zu verlieren.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Qualität in Schule und Unterricht fundiert verstehen und gezielt weiterentwickeln wollen. Sie richtet sich an:
- Schulleitungen und Steuergruppen, die Qualitätsentwicklung strategisch verankern möchten
- Lehrkräfte aller Schularten, die ihren Unterricht an evidenzbasierten Kriterien ausrichten wollen
- Eltern- und Schulträgervertretungen, die Qualität aus ihrer Perspektive einschätzen und unterstützen möchten
- Bildungsadministration und Schulaufsicht, die mit Qualitätsrahmen und Prozessstandards arbeiten
- Lehramtsstudierende und Ausbildende, die aktuelle Zugänge zu Schul- und Unterrichtsqualität suchen
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Schul- und Unterrichtsqualität – evidenzbasierte Kriterien
Im Auftaktbeitrag Schul- und Unterrichtsqualität. Evidenzbasierte Kriterien als Grundlage für Qualitätsentwicklung skizzieren Benjamin Fauth und Andreas Jetter, was Forschung heute über guten Unterricht und gute Schulen weiß. Sie bündeln zentrale Qualitätsmerkmale – etwa Klassenführung, kognitive Aktivierung, konstruktive Unterstützung, professionelle Kooperation – und zeigen, wie diese als Orientierungsrahmen für Entwicklungsarbeit dienen können.
Schulqualität aus Elternsicht
In Schulqualität aus Elternsicht richtet Eva Blum den Blick auf eine oft zu wenig beachtete Perspektive. Der Beitrag macht deutlich, welche Aspekte für Eltern entscheidend sind – etwa Kommunikation, Umgang mit Fehlern, Förderung, Klarheit von Regeln und die wahrgenommene Atmosphäre – und wie Schulen diese Rückmeldungen konstruktiv in ihre Qualitätsarbeit einbeziehen können.
Qualitätsmanagementprozesse – Prozessstandards als Sicherungsinstrument
Qualitätsmanagementprozesse in Schulen. Wie Qualität in Schulen mit Prozessstandards gesichert werden kann (Wilfried Schley, Volker Arntz) beschreibt, wie Schulen über klar definierte Prozesse Qualität gestalten und sichern können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Prozessstandards so entwickelt werden, dass sie Orientierung geben, ohne pädagogische Arbeit zu verengen – und wie sie in den Alltag integriert werden können.
Schulleitungswechsel und Qualitätsentwicklung
In Schulleitungswechsel und Qualitätsentwicklung zeigt Johannes Baumann, dass Veränderungen an der Spitze einer Schule immer auch Chancen und Risiken für Qualitätsprozesse mit sich bringen. Der Beitrag macht sichtbar, welche Faktoren dafür entscheidend sind, dass bei einem Leitungswechsel erfolgreiche Entwicklungen fortgesetzt, neu ausgerichtet oder behutsam korrigiert werden können.
Kulturbeauftragte als Motoren von Schulprofil und Qualität
Die Rolle der Kulturbeauftragten an der Schickhardt-Gemeinschaftsschule Stuttgart (Annegret Hertweck) verdeutlicht, wie Profilbereiche – hier: kulturelle Bildung – zu Trägern von Schulqualität werden können. Kulturbeauftragte vernetzen Projekte, Kollegium, externe Partner und Schulentwicklung – und machen erfahrbar, dass Qualität auch über ästhetische, kreative und gemeinschaftsstiftende Erfahrungen entsteht.
Panorama: Schulsystemstruktur, Lehrpläne und soziale Ungleichheit
Im Panorama werden grundlegende Fragen der Qualitäts- und Gerechtigkeitsdebatte aufgegriffen:
- Schulsystemstruktur und soziale Leistungsdiskriminierung – eine Kontroverse unter PISA-Forschern(Joachim Lohmann) zeigt, wie stark Strukturentscheidungen (z. B. frühe Selektion) mit Leistungsunterschieden und Chancenungleichheit zusammenhängen – und welche Konsequenzen dies für Qualitätsdiskussionen hat.
- In Lehrplan oder Lernpläne? Sind besondere Änderungen nach der Corona-Pandemie erforderlich? fragt Jörg Schlömerkemper, ob und wie Lehrpläne angesichts pandemiebedingter Brüche angepasst werden sollten – oder ob stärker mit individuellen Lernplänen gearbeitet werden muss.
- Die Rolle von Schule und Bildung im Kontext sozialer Ungleichheit (Kathrin Müller) verknüpft Qualitätsfragen explizit mit Gerechtigkeitsfragen und diskutiert, wie Schule auf soziale Disparitäten reagieren kann, ohne ihren Auftrag zu überdehnen.
Serie: Lernen ermöglichen. begleiten. fördern. – Lernen konstruktiv unterstützen
In der Serie Lernen ermöglichen. begleiten. fördern. wird Kurt Reusser: Lernen konstruktiv unterstützen und begleiten. Zur fachpädagogischen Rolle von Lehrpersonen vorgestellt. Im Zentrum steht die Frage, wie Lehrkräfte Lernumgebungen so gestalten, dass Schülerinnen und Schüler aktiv, verstehend und selbstreguliert lernen – ein Kernstück von Unterrichtsqualität.
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- Fundierte, evidenzbasierte Kriterien für Schul- und Unterrichtsqualität
- Konkrete Anregungen für Qualitätsmanagementprozesse, Leitungswechsel und Profilbildung
- Perspektiven auf soziale Gerechtigkeit, Lehrpläne und selbstgesteuertes Lernen
- Impulse, wie Lehrpersonen Lernprozesse konstruktiv unterstützen und begleiten können
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin 18.05.2022
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Die meisten Schüler/innen benötigen bei anspruchsvollen Aufgaben die personale Unterstützung ihrer Lehrpersonen. Bei Schüler/innen mit ungünstigen kognitiven, sozialen und motivational-emotionalen Lernvoraussetzungen ist diese Unterstützung unabdingbar, bei mittleren und ebenfalls bei lernstarken Schüler/innen führt sie zu einer Verbesserung der Lernergebnisse. Die Wirksamkeit hängt dabei von mehreren Faktoren ab. Zu diesen gehört, dass die Unterstützung gegenstandsspezifisch, dialogisch und adaptiv, d. h. in optimaler Passung zu den personalen Lernvoraussetzungen erfolgt, so dass das Denken der Schüler/innen aktiviert und die Unterstützung als konstruktiv und wertschätzend erlebt wird. Stichwörter: personalisiertes Lernen, kognitive Aktivierung, Lernangebote, Lernbegleitung, Lernwirksamkeit
Klemm (2021) macht in einer zusammenfassenden Studie im Auftrag des DGB darauf aufmerksam, dass im deutschen Schulsystem soziale Ungleichheit reproduziert werde. Der Beitrag setzt sich mit dieser Erkenntnis auseinander, expliziert Teilhabe an Bildung als komplexen Vorgang und benennt anhand dessen pädagogische Handlungsfelder für die Teilhabe an Bildung. Abschließend soll darüber nachgedacht werden, ob und wie Schule überhaupt einen Beitrag zur Überwindung der sozialen Ungleichheit in unserer Gesellschaft leisten kann. Stichwörter: soziale Ungleichheit, Bildung, Schulleistungsstudien, Teilhabe
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Die Schulen haben ihre eigenen Qualitätsvorstellungen mit dem Referenzrahmen ihres Bundeslandes abzugleichen und ihre Schwerpunkte zu setzen. Schulleiter Volker Arntz hat mit seinem Team dafür an der Hardtschule Durmersheim ein Konzept mit einem handhabbaren QM-Tool entworfen, um die Qualitätsentwicklung in der Praxis evidenzbasiert zu realisieren. Der Einstieg in die Gestaltung dieser Qualitätsentwicklung beginnt mit der Definition der Prozesse und der damit verbundenen Ziele. Dieses im Detail vorgestellte QM-Tool schafft Klarheit in den Prozessen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität. Stichwörter: Schulqualität, Qualitätsprozesse, QM-Tool, gute Schule, Professionalisierung, Schulleitung, Kooperation, Qualitätsentwicklung
Bei der Frage, was Schulqualität ausmacht, haben unterschiedliche Gruppen auf dem Gebiet der schulischen Bildung unterschiedliche Antworten. In diesem Beitrag soll es um die konkreten Sichtweisen und Vorstellungen der Eltern gehen. Dabei werden neben einem allgemeinen Blick insbesondere der Unterricht, die Lerninhalte, die Rahmenbedingungen sowie die Kommunikation der Schule betrachtet. Stichwörter: Schulqualität, Eltern, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, Elternzusammenarbeit
Im Beitrag werden Zielkriterien für die Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht vorgeschlagen und diskutiert. Besonders hervorgehoben werden Merkmale der Unterrichtsqualität, der Professionalität von Lehrpersonen und der Schulqualität, die sich empirisch als besonders relevant für die Entwicklung von Schüler/ innen gezeigt haben. Exemplarisch wird der Referenzrahmen Schulqualität Baden-Württemberg vorgestellt und es wird skizziert, welche Rolle er für die datengestützte Qualitätsentwicklung spielen kann. Stichwörter: Qualitätskriterien, Qualitätsentwicklung, Professionalität
Es ist bekannt, dass Schulleitungen einen maßgeblichen Einfluss auf die Qualität einer Schule haben. Wenig oder gar nicht untersucht sind bislang die Auswirkungen von Wechseln in der Schulleitung auf die Qualität und Kontinuität der Qualität an Schulen. Vor diesem Hintergrund diskutiert der vorliegende Beitrag den Gegensatz zwischen den Qualitätsentwicklungen der Schulen im Rahmen der Prozesse eigenständiger Schulentwicklung auf der einen Seite und den sehr formalen Schulleiterstellenbesetzungsverfahren auf der anderen Seite. Stichwörter: Schulleitung, Schulleitungsbesetzungsverfahren, Schulqualität, Schulentwicklung, eigenständige Schule
Kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben von Autorinnen und Autoren aus Praxis und WissenschaftIn 6 Ausgaben pro Jahr werden aktuelle Themen aufgegriffen, intensiv beleuchtet und diskutiert. Im Fokus steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Unterricht und Schulen mit wissenschaftlich fundierten, reflektierten und innovativen Beiträgen für die Praxis. Dabei geht es unter anderem um digitale Schulentwicklung, zeitgemäße Lehr–Lernsettings, Demokratiebildung, selbstorganisiertes Lernen, Leseförderung, Neuropsychologie, Achtsamkeit, Meinungsfreiheit, Gesundheit von Schüler:innen und Lehrer:innen und vieles mehr.Das Redaktionsteam - Schulpraktiker und Wissenschaftler - sorgt für kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben, nicht nur in Baden-Württemberg und sieht sicht als Mittler zwischen Bildungspolitik, Schulalltag und Wissenschaft – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen deren Diskursen immer größer und offensichtlicher wird. Sie erhalten aus erster Hand an der Praxis innovativer Schulen ausgerichtete, wissenschaftlich fundierte Informationen. Preisvorteil von ca. 12 % gegenüber dem Einzelkauf Lehren & Lernen – die günstige und kompetente Bezugsquelle für die Entwicklung zeitgemäßer, personalisierter Lehr-Lernsettings. Abonnenten erhalten beim Kauf von Einzelheften (siehe Archiv) zusätzlich einen Rabatt von 30 % auf den Verkaufspreis der Einzelausgabe. Unsere Zeitschriften sind auch gelistet bei fachzeitungen.de